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Remscheid: Böker-Villa ohne Gründerschmiede

Wirtschaft in Remscheid : Böker-Villa ohne Gründerschmiede

Küpper muss sich nun wohl einen anderen Mieter suchen.

Die Verwaltung hat vom Rat den Auftrag erhalten, weitere Verhandlungen mit dem potenziellen Käufe der Böker-Villa, der Wuppertaler Firma Küpper, aufzunehmen. Ziel der Verhandlungen soll es sein, die Gründerschmiede dort als Mieter unterzubringen.

Das war das Ergebnis einer anderthalbstündigen nicht öffentlichen Sitzung. Doch am nächsten Morgen scheint der Auftrag schon obsolet zu sein. „Trotz grundsätzlicher Offenheit haben gemeinsame Gespräche unter Teilnahme der Stadt Remscheid gezeigt, dass die gegenseitigen Vorstellungen nur mit deutlichen Abstrichen in Einklang zu bringen wären“, heißt es in einer Stellungnahme der Gründerschmiede zum Ratsbeschluss. Da ein Mietverhältnis bei den Küpper Bros. schwer zu realisieren sei, interpretiert die Gründerschmiede die Ratsentscheidung als eine Entscheidung gegen ihr Konzept eines Gründerzentrums im Herzen Remscheids. „Wir glauben weiter an die Idee eines Gründerzentrums und werden auf eigene Initiative daran arbeiten, Remscheid interessanter zu machen“, schrieb Christoph Imber von der Gründerschmiede.

Sowohl die Gründerschmiede wie auch die Küpper Bros. GmbH & Co. KG sind bei einem Bieterverfahren für den Kauf des denkmalgeschützten Hauses übrig geblieben. Dabei gab die Wuppertaler Firma das deutlich höhere Kaufgebot ab. Für die Stadt ist es im Prinzip verpflichtend, ihre Immobilie an den Interessenten zu verkaufen, der das meiste Geld auf den Tisch legt.

Küpper hatte signalisiert, dass er die Schmiede gern ins Boot hole. Es hänge allerdings davon ab, auf welchen Mietpreis man sich in den Gesprächen einigen kann. Küpper muss sich nun wohl einen anderen Mieter suchen.