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Remscheid: Blitzer kommt zum Goldenberg

Tempomessung in Lüttringhausen : Blitzer kommt an den Goldenberg

Mehr als 5000 Fahrzeuge täglich fahren an der Goldenberger Grundschule an der Remscheider Straße vorbei. Und gut 85 Prozent davon sind in der 30er-Zone fast 20 Stundenkilometer zu schnell.

Das berichtete Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Lüttringhausen.

Das Ergebnis stammt von einer Seitenradarmesskontrolle, die durchgeführt wurde, um zu ermitteln, ob an dieser Stelle eine generelle Geschwindigkeitskontrolle notwendig ist. Denn: Die beiden Blitzkästen, die bisher an der Neuenkamper Straße stehen, sollen ihren Dienst an einem neuen Ort in der Stadt verrichten. Die Messtechnik mittels Kontaktschleifen habe funktioniere an der vielbefahrenen, vierspurigen Straße in der Innenstadt nicht einwandfrei und soll durch eine moderne Säule mit Lasermesstechnik und jeweils einer Kamera je Fahrseite ersetzt werden, erklärte Beckmann.

Die alten Blitzer sind aber noch voll einsatzfähig und an einer Stelle wie am Goldenberg störungsfrei verwendbar. Die Zahlen aus der Messung geben genug Anlass, eine der Anlagen an der Schule Goldenberg bergwärts zu installieren, um so einen Teil zur Schulwegsicherung zu leisten und die Aufmerksamkeit der Fahrer an dieser Stelle zu erhöhen, so Beckmann weiter.

Für den zweiten Starrenkasten gebe es noch keine genaue Entscheidung. Sie könnte eventuell an der Grundschule Mannesmann an der Burger Straße zum Einsatz kommen, sagte Beckmann. Dort herrsche eine ähnliche Situation. Beschlossen ist das jedoch noch nicht.

Die Vorlage habe die BV leider erst kurzfristig erreicht, da bereits in den nächste sechs bis sieben Wochen, so schätzt Beckmann, die Anlage an der Neuenkamper Straße abgebaut werde. Da die Firma dann einmal in der Stadt sei, wolle man das nutzen und das Radarmessgerät am Goldenberg direkt wiederaufbauen.

Für die Umsetzung der Messanlage zum Goldenberg geht die Verwaltung zurzeit von Kosten in Höhe von etwa 20.000 Euros aus. Die Maßnahme soll aus dem Investitionsprogramm zur Geschwindigkeitsüberwachung finanziert werden. Das Gesamtbudget beträgt 650.000 Euro. Daraus werden unter anderem auch die neue Lasermesstechnik an der Neuenkamper Straße (etwa 115.000 Euro) sowie die Erneuerung der Frontanlage zweier Messfahrzeuge (rund 116.000 Euro) bezahlt.

Außerdem wird in diesem Zuge auch sobald wie möglich eine Anlage mit Lasermesstechnik in Forsten für rund 98.000 Euro installiert. Einen genauen Zeitrahmen für die Installierung der Anlage konnte der Ordnungsamtsleiter allerdings noch nicht benennen, da dort noch eine Lösung für die technische Versorgung der Anlage gefunden werden muss. Derzeit arbeite man an zwei Konzepten, um die Stromversorgung der Anlage gewährleisten zu können.