Remscheid: Blick auf den Blutmond

Remscheid : Blick auf den Blutmond

Der Astronomische Verein Remscheid weist auf einen besonderen Termin hin: Am Montag wartet nämlich das nächste Naturereignis.

Seit seiner Jugend richtet Peter Stolzen den Blick in die Sterne. „Der ganze Himmel ist für mich faszinierend“, betont das Mitglied des Astronomischen Vereins Remscheid. Stolzen weist auf einen ganz besonderen Termin hin: In der Nacht zu Montag, 21. Januar, kommt es zu einer totalen Mondfinsternis. Der Erdtrabant tritt in den Schatten unseres Planeten ein und leuchtet blutrot – wie zuletzt am 27. Juli 2018. Dabei werde er noch größer am Firmament erscheinen als bei der letzten Finsternis, die er persönlich in Namibia erlebte.

Diesmal bleibt Peter Stolzen daheim in Remscheid und ist am Montag zu Gast in der Dr.-Hans-Schäfer-Sternwarte am Rande des Schützenplatzes, wo Interessenten das Ereignis verfolgen können. Wenn das Wetter mitspielt, gibt es ab 4.30 Uhr vom Astronomischen Verein vielfältige Informationen über das Naturphänomen. Wer möchte, kann einen Blick durch das Teleskop werfen und mit der Expertenrunde das Ereignis erleben, das in mehreren Etappen vonstattengeht. Ab 4.34 Uhr gelangt der Kernschatten der Erde über den Mond. Die totale Verfinsterung des Mondes startet nach Angaben des Vereins um 5.41 Uhr. Ab dann verschwinde er vollständig im Erdschatten und leuchtet schließlich nur noch fahl kupferrot. 6.43 Uhr verlasse der Erdtrabant wieder den Kernschatten der Erde und seine Verfinsterung nimmt mehr und mehr ab. Ab 7.51 Uhr verspricht Peter Stolzen dann eine Halbmondfinsternis bei Monduntergang.

Er hofft auf klares Wetter. Denn nur, wenn es nicht bewölkt ist, könne das Naturschauspiel bewundert werden. Entsprechend werde die Beobachtung in der Sternwarte nur bei klarem Himmel stattfinden. Der Eintritt ist kostenfrei. Ein Fernglas sei für die Beobachtung nicht nötig. Imposant sei schon der Anblick mit dem bloßen Auge.

Wer nicht zur Sternwarte kommen möchte, aber den Blutmond sehen will, sollte sich einen hochgelegenen Platz suchen und in Richtung West-Nordwest blicken. In jedem Fall liefere der frühe Montagmorgen eine seltene Gelegenheit, die komplette Finsternis zu erleben.

Die nächste Mondfinsternis folge erst im Jahr 2028. „Ausgerechnet am Silvestertag – ab 16.08 Uhr“, kündigt Peter Stolzen an. Deutlich kürzer werde allerdings die Wartezeit zur nächsten partiellen Mondfinsternis ausfallen. Diese steht in der Nacht zum 16. auf den 17. Juli 2019 auf dem Programm.

Und noch eine weitere Sonderbeobachtung ist angesagt – ab Samstag, 2. Februar, erfolgt nämlich eine Saturnbedeckung durch den Mond. Von 6.15 bis 8 Uhr ist die Remscheider Sternwarte dann erneut Treffpunkt für die Interessenten – allerdings auch nur bei wolkenfreiem Himmel.