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Remscheid: Bislang keine Geständnisse im Einbrecher-Prozess

Einbruchsserie in Remscheid : Bislang keine Geständnisse im Einbrecher-Prozess

Mal eben in eine Schule einsteigen und ein paar Dinge „mitgehen“ lassen? Auch das wäre alles andere als ein „Dumme-Jungen-Streich“ gewesen. So etwas über Monate hinweg und dann auch noch mehrfach in derselben Nacht zu tun: Das zeugt von enormer krimineller Energie.

Den drei Remscheidern (25, 26, 27) und dem 22-jährigen Wermelskirchener wirft die Anklage genau das vor, minutenlang listet die Staatsanwältin 18 Einbrüche in Schulen, Kindertagesstätten und Firmengebäude auf. Überwiegend in Remscheid – eine Tat sollen die Angeklagten in Wermelskirchen begangen haben, eine weitere in Sprockhövel.

Begonnen hatte die Einbruchsserie mit unterschiedlicher Tatbeteiligung am 28. Dezember 2020 mit dem Einbruch in das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg an der Freiheitstraße. Dort sollen drei der Angeklagten über den Zaun geklettert sein, um dann ein Fenster aufzuhebeln. Im Verwaltungstrakt sollen sie sämtliche Türen und einen Tresor aufgebrochen haben, aus dem sie 2900 Euro Bargeld entwendet haben sollen. Es folgte Anfang 2021 ein Einbruch in ein Hotel in der Schüttendelle, in dem sämtliche Räume durchsucht wurden. Tatbeute: Zwei Thermomix-Geräte, drei Tablets, eine Kamera, zwei Küchenmaschinen, eine Musikbox, acht Messer und ein Kaffeevollautomat. Im Februar dann der Einbruch in die Heinrich-Neumann-Schule an der Engelbertstraße, auch hier ließen die Diebe mehrere Tablets und eine Geldkassette mitgehen.

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Im März sollen sie durch ein aufgehebeltes Fenster in die Alexander-von-Humboldt-Realschule eingestiegen sein und drei iPads gestohlen haben. In der Nacht zum 15. März brachen sie gleich viermal hintereinander in Schulen und Kindertagesstätten ein, am nächsten Morgen fehlten dort Beamer, Tablets und Bargeld. Zwei Wochen später sollen sie in einer Wuppertaler Firma einen Tresor aufgeflext haben, auch Werkzeuge sollen dort gestohlen worden sein. Gleich zweimal hintereinander sollen sie in ein Firmengebäude an der Falkenberger Straße eingestiegen und einmal sogar bis zu der im Obergeschoss liegenden Privatwohnung vorgedrungen sein. Der Versuch, die Wohnungstür aufzuhebeln, war von der Bewohnerin bemerkt worden – die Diebe flohen daraufhin vom Tatort.

Auf die Einbrüche in Wermelskirchen und Sprockhövel soll eine weitere Tat in einer Privatwohnung in Remscheid gefolgt sein, dort hatten die Angeklagten 6000 Euro Bargeld vermutet und sollen eine größere Menge Marihuana gestohlen haben. Die Kammer hat bis zum 21. Februar drei weitere Verhandlungstage festgesetzt, mögliche Geständnisse stehen noch aus.