Karneval in Remscheid Ausgelassene Stimmung im Party-Festzelt

Remsched · Zum ersten Mal nach drei Jahren wird – dank neuer Veranstalter – wieder Karneval im Lenneper Festzelt gefeiert. Die ersten 1200 Gäste an Altweiber ließen sich nicht lange darum bitten und frönten ausgelassen der guten Laune und Stimmung.

Karneval in Remscheid: So war die Altweiber-Party 2024 in Lennep​
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So bunt war die Altweiber-Party 2024 in Lennep

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Foto: Jürgen Moll

Seit Donnerstag hat der Karneval die Straßen erobert und auch Lennep spielt als Narrenhochburg endlich wieder eine Rolle. Denn das Festzelt ist zurück. Die Robert-Schumacher-Straße ist für die nächsten Tage Mittelpunkt des närrischen Treibens. So auch am Donnerstagabend, als das Zelt seine Pforten erstmals für Besucher öffnete.

Die Menschen-Schlange vor dem Zelt wurde ab 19 Uhr immer länger: Astronauten und Krümelmonster standen hier Seite an Seite und verkürzten sich die Wartezeit mit etwas Singen, Schunkeln und Tanzen. Die laute Musik aus dem Festzelt beschallte ohnehin das komplette Außengelände. Die Party konnte also auch schon draußen beginnen.

Drinnen wimmelte es derweil vor lauter gut gelaunter Menschen, die sich für diesen Anlass in Schale geworfen und die schönsten oder aber auch skurrilsten Kostüme ausgewählt hatten. K-Dee (22) und Elisa (20) hatten sich als Batgirl und Catwoman verkleidet. „Ein bisschen sexy, aber Powerfrauen“, erklärten die beiden amüsiert. Ale (19) hatte in den vergangenen Jahren in Köln Karneval gefeiert, weil in Lennep lange nichts mehr los war. „Ich finde es super, dass es wieder hier stattfindet. Ich wohne nämlich gleich um die Ecke und hab danach nur einen kurzen Heimweg.“ Elisa freute sich dagegen, nach der langen Zeit endlich wieder alte Bekannte in Feierlaune zu erleben. „Es macht richtig viel Spaß. Wir sind schon seit 17 Uhr hier.“

Melanie (39) war mit ihren Mädels lange nicht mehr Karneval feiern gewesen. „Das letzte Mal war 2020 vor Pandemieausbruch. Für uns war das Lenneper Festzelt immer ein Muss. Es hat immer super viel Spaß gemacht, man hat immer Leute getroffen, die man kennt, und es ist einfach schön, zusammen zu feiern.“ Auch jetzt sei das Gefühl von einst wieder da, „auch wenn wir jetzt alle deutlich älter geworden sind“, sagte sie lachend. „Solche Feste schweißt doch auch eine Gesellschaft zusammen“, urteilte sie. „Dann sollten wir viel mehr feiern“, fand Mark (36), der sich der Mädels-Clique in seinem Nostalgie-80er-Jahre-Jogger genähert hatte, um die Bekannten zu grüßen.

Während sich die einen noch freudig in die Arme fielen, feierten die anderen längst schon mit den Bühnen-Acts. Als Eisbrecher waren die beiden Travestiekünstler „Ham & Egg“ aufgetreten. An diesem Abend traten sie modisch konkurrenzlos ins Rampenlicht. Und auch stimmungsmäßig brachten sie zumindest die vorderen Reihen dazu, zu tanzen und zu singen. Kein Halten gab es schließlich später mit Markus Mega und die Original Eschweiler, sowie DJ Michael Jansen, der auch dazwischen und danach dafür sorgte, die Stimmung auf dem Siedepunkt zu halten. Weit und breit im proppenvollen Zelt nur glückliche Gesichter von Menschen aller Altersklassen.

Ermöglicht haben das der Fallschirmclub Remscheid, die Büchereifreunde Lennep und die Schule für Musik, Theater & Tanz, die nach dem Rückzug des alten Zeltwirts, die Zügel spontan selbst in die Hand nahmen, um das Festzelt zurück in die Röntgenstadt zu holen. „Wir haben alles sehr schnell organisiert“, verriet David Schmidt, der sich am Tag danach mit der Feuertaufe zufrieden zeigte. „Fürs erste Mal war es okay, aber wir haben auch Schwachstellen erkannt, an denen wir arbeiten werden.“ Denn schon jetzt, konnte Schmidt verkünden, sei klar, dass das Veranstaltungsteam auch für Karneval 2025 das Zelt aufbauen lässt. Mit DJ Michael Jansen konnte bereits der erste Künstler verpflichtet werden.

Doch vorher werden noch zwei große Feste im Zelt gefeiert, zum einen am Samstag mit dem Lenneper Karnevalsprinz Frank I. und die After-Zoch-Party an Rosenmontag. Für die musste der Vorverkauf bereits eingestellt werden.

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