Remscheid: Asphaltschäden an der Trecknase werden behoben

Trecknase in Lennep : Asphaltschäden werden behoben

Laut der TBR wurde eine falsche Mischung bei der Asphalt-Produktion verwendet.

(zak) An zwei Nächten und einem Samstag in den Sommerferien müssen Autofahrer mit Behinderungen an der Kreuzung Trecknase rechnen. Grund sind Ausbesserungsarbeiten auf einer Dreiecksfläche, die Fußgängern als Überquerungshilfe dient, und am Bordstein. Grund: Am Abzweig in Richtung Bergisch Born bröckelt die rund 15 Zentimeter breite Gussasphaltschicht auf einer Länge von 100 Metern.

Wie Gunter Breidbach, zuständiger Bereichsleiter bei den Technischen Betrieben Remscheid (TBR), mitteilt, ist die Ursache offenbar eine falsche Mischung, die bei der Produktion des Asphalts verwendet wurde. Ein Wuppertaler Unternehmen sei dafür zuständig gewesen, mit dem die Remscheider Firma Dohrmann zusammengearbeitet habe.

Die TBR-Mitarbeiter hätten mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, wie sich der Gussasphalt plötzlich entwickelt habe. „Das muss man sich wie einen Kuchen vorstellen, der sich im Backofen anhebt – und dann zerbröselt“, erklärt Breidbach. Dies sei ein klassischer Gewährleistungsfall. Das heißt: Nicht der Steuerzahler müsse für den Schaden aufkommen, sondern der Zulieferbetrieb.

Um die Autofahrer, die ohnehin durch die Baustelle Ring-/Rader Straße mit Behinderungen leben müssen, nicht zusätzlich zu belasten, werden die Ausbesserungsarbeiten nachts und an einem Samstag vorgenommen. „Den Termin müssen wir allerdings abstimmen. Wir wollen ihn aber in die Sommerferien legen“, berichtet Breidbach. Während der Bauzeit werde es Umleitungsregelungen geben – insbesondere nach Bergisch Born, wo die Abbiegespur aus Richtung Remscheid nicht zur Verfügung steht.

Mitte Oktober 2018 wurde der Ausbau der Trecknase nach gut eineinhalbjähriger Umbauzeit beendet. Die Firma Dohrmann war es zu verdanken, dass der Zeitplan nahezu eingehalten wurde. Das Remscheider Unternehmen vollendete die Arbeiten, nachdem die TBR die Zusammenarbeit mit einem Baubetrieb aufgekündigt hatten, der mit dem Auftrag betraut gewesen war. Die TBR hatten Baumängel festgestellt. Monatelang ruhte der Ausbau der Trecknase. Rund fünf Millionen Euro wurden in das Projekt investiert.

Wie viel nun die Schadensbehebung kostet, vermag Breidbach nicht zu sagen. „Das ist eine Angelegenheit der zuständigen Unternehmen.“ Die Firma Dohrmann werde erneut zur Trecknase ausrücken – ihre Mitarbeiter sind ohnehin in der Nähe. Sie kümmern sich schließlich auch um den Ausbau an der Ring-/Rader Straße.