1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Remscheid: „Ampel“ will Bürger beim Neustart in Lennep einbinden

Nach dem DOC-Aus in Remscheid : „Ampel“ will Bürger beim Neustart in Lennep konstant einbinden

Je größer der zeitliche Abstand zum DOC-Urteil wird, desto mehr Ideen tauchen auch aus der Bürgerschaft auf, wie man die für das Outlet-Center vorgesehenen Flächen mit einem Mehrwert für Lennep alternativ entwickeln kann.

Diesen Eindruck gewinnt Grünen-Fraktionschef David Schichel aus vielen Gesprächen mit Bürgern oder Vereinen in den vergangenen Tagen. Diese Ideen, so schlägt die Ampel-Mehrheit aus SPD, Grünen und FDP in einem Antrag für die Ratsssitzung am Donnerstag vor, sollen künftig in einer regelmäßig stattfindenden „Lennep-Konferenz“ mit Bürgern, Akteuren im Stadtteil und Experten diskutiert werden.

Als Ausgangspunkt für die Gespräche bei diesen Treffen soll die Verwaltung in einem ersten Schritt mehrere „Varianten für das Gebiet Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz“ entwickeln und dabei auch Einschätzungen zu Dauer und Realisierungschancen der Ideen vorlegen.

Das soll kein endloser Prozess sein. Spätestens bis Ende des Jahres sollen die Gespräche in einen Plan für eine Umsetzung münden. Die Ratsmehrheit möchte zudem, dass die Überlegungen über die DOC-Flächen hinaus gehen. Gewünscht ist eine Rahmenplanung, die auch die Kölner Straße und die Altstadt einbezieht. Die städtischen Töchter sollen bei der Erarbeitung der Ideen mitwirken. Besonders auf die Beteiligung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewag legen die antragstellenden Fraktionen großen Wert.

Das endgültige Aus für die DOC-Pläne durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig im Januar spiegelt sich in einer ganzen Reihe von Anträgen und Anfragen für die Ratssitzung wider.