Remscheid: Allee-Brunnen soll bald plätschern

Remscheider Innenstadt : Allee-Brunnen soll bald plätschern

Baumaßnahmen werden in diesem Jahr Veränderungen in der Innenstadt bringen.

Was bisher lediglich in Entwürfen von Architekten und Stadtplanern verzeichnet ist, soll 2020 realisiert werden: Baudezernent Peter Heinze kündigt erste Schritte zur Modernisierung der Innenstadt an. Die Alte Bismarckstraße soll Terrassen erhalten, der Brunnen am Allee-Center-Eingang wieder plätschern. Zudem sind die Remscheider eingeladen, neues Mobiliar zu testen. Heinze bittet zum Probesitzen – auf unterschiedlichen Bänken. Sie sollen künftig auf der Einkaufsmeile Gelegenheit zum Verweilen bieten. „Wir wollen die Bürger beteiligen. Sie können uns ihre Meinung sagen, welche Bänke wir kaufen sollen“, erklärt Heinze.

Damit wird ein erster, kleiner Teil des Programms umgesetzt, das der Stadtrat im Jahr 2015 verabschiedet hat. Es sieht über 30 Einzelmaßnahmen vor – von der Umgestaltung des Ebert-Platzes bis zur neuen Verkehrsführung der Fastenrathstraße am Rathaus. Verändern wird sich in einem ersten Schritt aber die Alte Bismarckstraße. „Dort wollen wir die Außengastronomie stärken“, erklärt Heinze mit Blick auf die „fünf bis sechs Terrassen“, die angelegt werden. Im Szeneviertel entfallen dafür Parkplätze. Die Gastronomen haben die Möglichkeit, den Grund und Boden von der Stadt zu erwerben, um Tische und Stühle aufstellen zu können. „Eine Ingenieurplanung dafür ist beauftragt“, sagt Heinze.

15 Millionen Euro stellt das Land NRW für diese und die vielen anderen Maßnahmen bereit. Ein großer Batzen von rund 7,4 Millionen Euro fließt in den Ebert-Platz. Der Busbahnhof soll umgestaltet werden – mit einer modernen Wartezone und einem begrünten Platz. Die Umsetzung dürfte aber noch nicht in diesem Jahr erfolgen. „Zunächst einmal wird die Detailplanung von dem Fachbüro vorgelegt und im Anschluss von den Politikern beraten“, erläutert Heinze. Und auch die neue Innenstadtbeleuchtung befindet sich noch in der Warteschleife. Das Konzept sieht Lichtspiele in diversen Farbgebungen auf der Allee vor. Zudem sollen Fachleute die Möglichkeit eröffnen, die Laternen je nach Bedarf zu dimmen.

Hier gehe es um höchst komplexe Technik, mit der sich ein Expertenbüro auseinandersetzen müsse. Eine entsprechende Ausschreibung werde vorbereitet. Zeitnah soll ein anderes Projekt umgesetzt werden. Der stillgelegte Brunnen am Center-Eingang werde nach Möglichkeit im Frühjahr wieder funktionieren. „Die ersten Arbeiten werden unterhalb der Anlage erfolgen, in der Brunnenkammer. Da geht es um die Sanierung der Technik“, sagt Thomas Judt, Chef des städtischen Gebäudemanagements. 80.000 Euro hatte der Stadtrat für die Herrichtung der Anlage bereitgestellt, die seit August 2017 außer Betrieb ist. Die Immobilien- und Standortgemeinschaft Alleestraße hatte mit Pflanzen dafür gesorgt, dass der Brunnen zum Blumenbeet wurde.

Diese Zeiten dürften im Mai enden, hofft Judt: „Auch die Beschichtung des Brunnens muss aber bis dahin erneuert werden.“