Kulturpolitik in Remscheid 37 Bewerbungen für die Theaterleitung

Remscheid · Auf die Stelle der Theaterleitung des Teo Otto Theaters sind bei der Stadt 37 Bewerbungen eingegangen.

 Fürs Teo Otto Theater wird weiterhin eine Leitung gesucht.

Fürs Teo Otto Theater wird weiterhin eine Leitung gesucht.

Foto: Moll, Jürgen (jumo)

In den nächsten Tagen will Kulturdezernent Sven Wiertz die Unterlagen durchsehen, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Die Aufwertung von einer halben Stelle auf eine Dreiviertelstelle hat mehr Bewerber angezogen als noch vor einem Jahr. Da waren es 26 Bewerbungen. Ein Mitspracherecht der Politik besteht im strengen Sinne nicht. Wiertz will aber die Politik wie beim vorigen Mal an der Auswahl beteiligen und Einsicht in die Bewerbungsunterlagen gewähren.

Die Stelle der künstlerischen Leitung des Theaters ist nach einem gemeinsamen Beschluss von CDU, SPD, Grünen, Die Linke und FDP aufgewertet worden. Statt der ursprünglich vorgesehenen halben Stelle wird die Arbeitszeit auf eine Dreiviertelstelle ausgeweitet. Der oder die neue Stelleninhaber/in ist nicht nur für die künstlerische Programmgestaltung zuständig. Sie soll auch auf dem Feld der Theaterpädagogik aktiv werden. In der Ausschreibung der Stelle ist die Rede davon, dass das Theater weiter „in die Stadtgesellschaft“ geöffnet werden soll. Die Zusammenarbeit mit den Schulen soll intensiviert werden.

Außerdem soll die künftige Leitung Kooperationsmodelle mit den übrigen Remscheider Kultureinrichtungen entwickeln. Die Modelle der Zusammenarbeit sollen dem demografischen Wandel gerecht werden und „zeitgemäßen theaterspezifischen Integrationsangeboten Rechnung tragen“, heißt es in der Ausschreibung. Die Stelle ist auf fünf Jahre befristet. Sie wird nach Tarif bezahlt. Das Brutto-Gehalt soll zwischen 4000 und 5000 Euro liegen.

In das neue Gesamtkonzept für das Teo Otto Theater soll auch die Nutzung der Aula der Albert-Einstein-Schule als Spielstätte mit einfließen. Das wird aber noch einige Zeit dauern. In der Spielzeit 2019/2020 finden alle Aufführungen des Spielplans an der Konrad-Adenauer-Straße statt. Zunächst muss geklärt werden, wie die Organisation solcher Veranstaltungen möglich ist. Das reicht von der technischen Einrichtung über die Abendkasse bis hin zur Parkplatzsituation. An einem Bericht für den Kulturausschuss arbeitet die Stadtverwaltung.

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