Remscheid: 3000 Meter Kabel für die DOC-Ampeln

Baustelle in Lennep : 3000 Meter Kabel für die DOC-Ampeln

Noch wird an der Kreuzung Ringstraße / Rader Straße in Lennep vor allem im Untergrund gearbeitet. Aber die neue Linienführung lässt sich schon erkennen. Und der Bürgersteig ist in einzelnen Abschnitten bereits fertig.

400 Seiten Text umfasst die Leistungsbeschreibung für den Ausbau der Kreuzung an der Ringstraße / Rader Straße – Pläne und Zeichnungen nicht mitgerechnet. „Das ist das größte Straßenbauprojekt in Remscheid seit 18 Jahren“, sagt Gunter Breidbach, der das Millionen-Projekt bei den Technischen Betrieben (TBR) koordiniert.

Wir treffen uns an diesem Morgen an der Einmündung der Röntgenstraße in die Ringstraße, wo auch die Webcam der Stadt steht. Hier bekommt man eine gute Vorstellung von der zukünftigen Dimension der DOC-Kreuzung, denn es gibt eine praktische „Hilfslinie“. Zwischen ausgegrabenen Baumwurzeln, Schotter und Baugruben liegt fix und fertig bereits ein Stück des neuen Bürgersteigs. Auch die Laternenmasten sind schon montiert. Weil die Stadtwerketochter EWR bei der Verlegung der Leitungen gut vorgearbeitet hat, konnte dieser Teil des Fußwegs schon weitgehend fertig gestellt werden und hilft nun bei der Orientierung.

Rechts vom Bürgersteig liegt (in Blickrichtung Trecknase) der alte Kirmesplatz. Hier soll später das DOC-Parkhaus entstehen. Im breiten Bereich links des Bürgersteigs wird in den kommenden Monaten eine zweite Geradeausspur in die Innenstadt sowie eine Rechtsabbiegespur entstehen, die in den Lenneper Ortskern sowie über ein kurzes Stück der Brehmstraße in das Parkhaus des DOC-Betreibers McArthurGlen führt, erklärt Breidbach. Der DOC-Verkehr, der von Hackenberg kommt, muss nicht über die Kreuzung, sondern kann schon vorher rechts ins Parkhaus einbiegen.

Deutlich aufgeweitet wird der Straßenraum auch im gesperrten Bereich der Rader Straße. Insgesamt fünf Fahrspuren finden hier künftig Platz. Lenneper Einzelhändler haben zuletzt bemängelt, dass es auf diesem Stück der Baustelle nicht so recht vorangeht. Dieser Eindruck täusche, sagt Wolfgang Bödecker, Straßenbaumeister bei der Firma Dohrman. Es passiere sehr viel, aber eben im Bereich des Tiefbaus, der von außen nicht sichtbar sei. So müssen insgesamt 3000 Meter Kabelrohre in die Erde gebracht werden, um die Ampelanlage an der künftigen DOC-Kreuzung mit Signalen zu versorgen. Bödecker zeigt auf die Fundamente für die künftigen Ampelmasten. Ganz in der Nähe stehen die Steuerkästen.

Dazu kommen Versorgungsleitungen für Gas, Wasser, Strom, Telefon und Internet, die durch die neue Aufteilung der Fläche zum Teil neu verlegt werden müssen. Vorarbeiten hat es zwar schon gegeben, aber erst jetzt, wo der Bereich gesperrt und frei ist, können sie angebunden oder in den Untergrund verlegt werden. Breidbach und Boedecker sind zufrieden mit dem Baufortschritt. Man sei im Zeitplan. Keine Probleme bereitet in dieser ersten Bauphase des Mammutprojekts die Verkehrsführung auf der Baustellen-Kreuzung.

Auf dem gesperrten Teil der Rader Straße befinden sich viele Baugruben. Foto: Henning Röser. Foto: Röser, Henning
Viele Versorgungsleitungen müssen (wie hier im Bereich am Stadion) neu verlegt werden. Foto: Henning Röser. Foto: Röser, Henning

Sorge machen den TBR nur die Fußgänger. Immer wieder werden die Absperrungen auseinander geschoben, um die weite Fläche zu überqueren, sagt Bauleiter Frank Schubert. Auch eine Verbindung der Gitter mit Kabelbindern hilft wenig. Die vielen Löcher im Boden bergen eine Gefahr, warnt Schubert. Kürzlich sah er eine alte Dame, die mit dem Rollator auf der Schotterfläche unterwegs war.

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