1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Remscheid: 2525 iPads für Schulen sind da

Remscheid : 2525 iPads für Schulen sind da

Die Tablet-Geräte der Firma Apple werden an bedürftige Schüler ausgegeben, die zuvor in einer Umfrage ermittelt wurden. Die hat gezeigt: Der Bedarf ist doppelt so groß.

Kurz vor den Feiertagen hat es noch geklappt: Die Remscheider Schulverwaltung hat insgesamt 2525 iPads an Grundschulen, Förderschulen, weiterführende Schulen und Berufskollegs gebrauchsfertig ausgegeben. Damit sei sichergestellt, „dass künftig auch bedürftige Schülerinnen und Schüler mit eigenen Geräten am digitalen Lernen teilnehmen können und auf Distanzunterricht setzen dürfen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Die von der Stadt übergebenen Geräte werden unmittelbar an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben. So sei sichergestellt, dass sie nicht in der Schule bleiben und die Schulgebäude deswegen in den Fokus von Einbrechern geraten. Ein weiterer Schutz gegen Missbrauch: Die iPads sind so eingerichtet, dass sie geortet werden können.

Die Geräte wurden von der Stadt angeschafft und von einem IT-Dienstleister für den Einsatz an den Schulen vorbereitet, bevor sie dann übergeben wurden.

Durch zwei Umfragen hatte die Schulverwaltung auf Wunsch der Politik in den Sommerferien die Bedarfe in den Schulen ermittelt. Diese ergaben, dass 5045 von 16.000 Remscheider Schülern in ihrem Haushalt keinen Computer haben, mit dem sie an einer digitalen Form des Unterrichts angemessen teilnehmen können. Das ist fast ein Drittel aller schulpflichtigen Kinder.

  • Michael Wiesenhöfer überreicht Schulleiterin Brigit Krohm
    Digitalhilfe für Schulen in Mettmann : Grundschule erhält 23 iPads für Distanzunterricht
  • 2527 Remscheider sind bislang positiv auf
    Virus wütet immer schlimmer : Remscheid zählt 60 Corona-Tote
  • Insgesamt sind in Remscheid bislang 2620
    Zahlen zum Coronavirus : Covid-19 – jetzt 70 Todesfälle in Remscheid

Die jetzt übergebenen Geräte im Wert von 1,2 Millionen Euro versorgen also erst einmal nur die Hälfte dieser Zielgruppe. Sie wurden zu 90 Prozent aus Mitteln des Digitalpakts des Landes und zu zehn Prozent von der Stadt bezahlt. Wie die andere Hälfte der benötigten Computer finanziert wird und wann sie an die Schulen übergeben werden kann, ist noch unklar. Es geht um 1,3 Millionen Euro und um die Frage, wie man den technischen Support für die vielen Tausend neuer Geräte sicherstellen kann.