Remscheid: 10 Jahre Freundschaft mit Kirsehir

Remscheid : 10 Jahre Freundschaft mit Kirsehir

Seit 2014 hat Remscheid eine Partnerschaft mit der Türkei – am 3. April 2014 wurde die Partnerschaft mit der Stadt Kirsehir durch den Stadtrat beschlossen.

Dem vorausgegangen war schon mehrere Jahre zuvor, der – gescheiterte – Versuch, eine Partnerschaft mit einer türkischen Stadt zu beschließen. „2005 hatten wir schon einmal eine Initiative gestartet, aber nach einigen zähen Diskussionen war um 2007 herum absehbar, dass daraus nichts werden würde“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz im kleinen Sitzungssaal im Rathaus.

Dort waren rund 30 Bürger zusammengekommen, um zu feiern, was 2005 noch in den Sternen stand. „In Remscheid wohnen viel türkische Mitbürger, die hier eine zweite Heimat gefunden haben. Daher war es uns wichtig, eine Städtepartnerschaft zu haben“, sagte Mast-Weisz. Also habe man sich gesagt: „Wenn wir nicht direkt eine Partnerschaft etablieren können, gründen wir eben einen Freundschaftsverein“.

Damit habe man die Thematik aus der Mitte der Stadt heraus etablieren wollen. Was dann auch funktioniert habe, wie sich einige Jahre herausstellte, als im September 2013 im Stadtrat für die Aufnahme einer Partnerschaft mit Kirsehir gestimmt wurde.

Dem Antrag vorausgegangen waren mehrere Besuche in der etwa drei Stunden südwestlich von Ankara gelegenen Stadt. Superintendent Hartmut Demski erinnerte als Vorsitzender des Freundschaftsvereins mit einer Bilderschau an die vergangenen Jahre der Arbeit an der freundschaftlichen Beziehung zwischen den beiden Städten. Etwa daran, dass im Rahmen der ersten Begegnungsreise in die Region, damals noch mit der Oberbürgermeisterin Beate Wilding, eine „Beate-Wildink-Straße“ in Küppeli eingeweiht wurde. Demski freute sich sehr darüber, „dieses kleine Jubiläum unseres Vereins heute feiern zu können“.

Demski betonte, dass Kirsehir nicht nur eine vielfältige, spannende und geschichtsträchtige Stadt sei, sondern auch voller Gastfreundschaft. Und auch der Austausch funktioniere. „So haben 2017 etwa zwei Jugend-Fußballmannschaften am internationalen Pfingstturnier des SC Hackenberg teilgenommen, im Frühjahr dieses Jahres waren zehn Schüler aus Kirsehir in Remscheid“, erzählte Demski. Er hoffe, bald wieder einen Schüleraustausch mit Remscheider Schülern auf die Beine zu stellen.

Auch Mast-Weisz blickt optimistisch in die Zukunft. „Bürgermeister Bahçeci war kürzlich beim Tag der Vereine in Remscheid und hat eine bemerkenswerte Rede im Ratssaal gehalten. Das hat mich zuversichtlich gemacht, dass die Verbindung auch künftig Bestand haben wird“, sagte Mast-Weisz – auch im Hinblick auf die teilweise schwierigen politischen Bedingungen in der Zeit seit dem versuchten Putsch im Jahr 2016.

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