Remscheid: Raststätte soll verlegt werden

Remscheid : Raststätte soll verlegt werden

Die Zukunft der Tank- und Rastanlagen Remscheid ist ungewiss. Der Landesbetrieb Straßen NRW sucht im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums einen Ersatzstandort. Der Favorit liegt in Leverkusen. Dort regt sich Widerstand.

Ob es in sechs, sieben oder zehn Jahren die Autobahn-Raststätte Remscheid noch geben wird, ist ungewiss. Der Landesbetrieb Straßen NRW sucht im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums einen Ersatzstandort an der Autobahn 1. Drei Varianten kamen dabei ins Gespräch. Doch bisher regt sich überall Widerstand gegen die Baupläne. In Remscheid hingegen wünscht man den Erhalt der Raststätte.

Erweiterung nicht möglich

Ausgangspunkt für die Neubaupläne sind Untersuchungsergebnisse, wonach die Tank- und Rastanlagen Remscheid zu wenig Parkplätze für Lkw haben und eine Erweiterung an der topographischen Lage scheitert. Die Rastanlage auf der Westseite weist nach Auskunft des Bundesverkehrsministeriums eine Belegung von 200 Prozent auf, die Ostseite von 400 Prozent.

Lange hatte es geheißen, dass die neue Anlage an der A 1 zusätzlich zum Standort Remscheid errichtet werde. Jetzt sprechen die Behörden von "Ersatz". Der neue Standort soll die erforderlichen Lkw-Stellplatzkapazitäten bereithalten. Im Visier hatten die Planer bisher die Standorte Burscheid und Bürgerbusch in Leverkusen.

Nun ist der dortige Stadtteil Lützenkirchen im Gespräch. "Wir prüfen die Machbarkeit der einzelnen Standorte und erstellen Vergleichsanalysen", weist ein Sprecher des Landesbetriebs auf Nachfrage der Redaktion auf langwierige Verfahrensschritte und Gutachten hin, die ein solches Projekt voraussetzt.

Bei Prüfung der Standorte werden laut Verkehrsministerium verkehrliche, ökologische und ökonomische Gesichtspunkte berücksichtigt. Die neue Raststätte müsse "für die Autobahnnutzer in einem sinnvollen Abstand zu bereits vorhandenen benachbarten Rastanlagen liegen".

Solange diese komplexe Standortuntersuchung nicht vorliege, könne nicht abgeschätzt werden, "wie groß die neuen Rastanlagengelände sein werden und ob die Parkplätze sowie die Brücke über die Autobahn am Standort Remscheid verbleiben", teilt das Ministerium auf Nachfrage der BM mit. Aussagen zum Baubeginn seien derzeit verfrüht.

Derweil planen Anwohner im Leverkusener Stadtteil Lützenkirchen eine Bürgerinitiative gegen den Raststättenbau vor ihrer Haustüre. Sie befürchten Lärmbelästigungen. Jetzt erfuhren die Bürger zudem, dass eine neue Raststätte nicht mit dem Bau einer eigenen Autobahnanschlussstelle verbunden sei.

Leverkusens OB gegen den Bau

Leverkusens Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn hatte angekündigt, seinen mündlichen Einwendungen beim Anhörungstermin bei der Autobahnbehörde Mitte Dezember im Januar eine schriftliche Stellungnahme folgen lassen.

(RP)
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