1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Remscheid: Platzverweise und Ärger am Festzelt

Remscheid : Platzverweise und Ärger am Festzelt

Die Polizei hat an Rosenmontag 14 Platzverweise ausgesprochen und 16 Störenfriede in Gewahrsam genommen. Damit ist die Zahl der Ingewahrsamnahmen binnen Jahresfrist von drei auf 16 gestiegen.

Das sagt Polizei-Pressesprecher Markus Bäcker auf BM-Anfrage. 19 Jugendliche waren während der Karnevalsfeiern so betrunken, dass das Ordnungsamt sie betreute. Fünf davon waren von der Polizei aufgegriffen worden. Zwei kamen ins Krankenhaus, der Rest wurde von den Eltern abgeholt.

Es handelte sich um zwölf Jungen und sieben Mädchen. Vier waren 17 Jahre alt, sieben waren 16, sechs 15 und zwei 14 Jahre alt. Bei sechs Jugendlichen wurde Alkohol an Ort und Stelle in den Gully gekippt, in vier Fällen stellten die Einsatzkräfte Hochprozentiges sicher.

Renitentes Verhalten

Wie Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann berichtet, wurden gegen Urinierer sechs Verwarnungen ausgesprochen. Auffällig war "das renitente Verhalten der Betroffenen", sagt Beckmann: Immer mehr Auffällige verhalten sich den Einsatzkräften gegenüber aggressiv.

Auch Gunther Brockmann, Vorsitzender der Lenneper Karnevalsgesellschaft, bestätigt bisher nicht gekannte Auseinandersetzung beim Einlass zum Festzelt. Viele Leute hätten versucht, ins Zelt zu kommen, obwohl es keine Karten mehr gab. "Wir waren frühzeitig ausverkauft", sagt Brockmann. Viele Gruppen hätten versucht, weitere Mitglieder ohne Karte hineinzuschmuggeln oder Beziehung spielen zu lassen.

  • Fotos : Umfrage: Ich feiere Rosenmontag lieber in Lennep als in Köln, weil. . .
  • Konzert „Große Freude“ im Teo Otto
    Symphoniker in Remscheid : Eine wunderbare Lektion in Spielfreude
  • Schlange stehen im Allee-Center. Bei Brillen
    Pandemie in Remscheid : 67-Jähriger stirbt nach Corona-Infektion

"Aber da sind wir konsequent, ich habe nicht mal meinen Schwager ohne Karte reingelassen." Etliche Abgewiesene hätten sich dann aufgespielt und die Sicherheitsleute "aufs Übelste beschimpft". Vor dem Zelt habe das zu einem "Riesenpalaver" geführt, "aber die Polizei hat uns Gott sei Dank unterstützt". Andere Partywütige hätten versucht, sich durch den hinteren Zeltbereich hereinzuschleichen und zerschnitten dafür sogar Wände.

Auch wenn ihn diese Auswüchse ärgern, trüben sie doch Brockmanns positive Karnevalsbilanz nicht. "Man hört nur Gutes", sagt er. Die Veranstaltungen im Zelt und der Rosenmontagszug, der größer als im Vorjahr war, fand die LKG rundum gelungen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Rosenmontagszug 2012 in Lennep

(RP/rl)