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Remscheid: "Phön" begab sich auf einen Groove-Marathon

Remscheid : "Phön" begab sich auf einen Groove-Marathon

Wohnzimmerkonzert - der Ausdruck beschreibt die Stimmung beim "Phön"-Konzert im Rack'n'Roll am besten. Vor Freunden, Bekannten, Familie und Musikliebhabern entfaltete das Urgestein der Remscheider Musikszene mit seinem geschmeidigen Groove eine entspannte Stimmung zum Träumen, Wohlfühlen und je nach Lust auch zum Tanzen. Groove, Groove und noch mehr Groove war der große Trumpf der Band. Schlagzeuger Rainer Buse und Frank Schneider an den Percussion-Instrumenten gaben einen cleveren Rhythmus nach dem anderen vor.

Auch Bassist Harro Winter entlockte seinem Instrument die passenden Klänge, um das rhythmische Duo zu bereichern. Der Groove übertrug sich aufs Publikum, das sich im Takt wiegte oder mit dem Fuß mit wippte - und das einen sehr langen Abend über. Die Band zeigte bei diesem Groove-Marathon keine Ermüdungserscheinungen und war zu jeder Zeit präsent.

Sicherlich lag es an der Lust, die die Gruppe spürbar auf diesen Auftritt hatte. Sänger und Saxophonist Christian Mehnert lief zu humoristischen Höchstleistungen auf. So spielte er etwa, als sein Instrument gerade einmal schwieg, augenzwinkernd auf ihm Luftgitarre. Selbst der Soundcheck wurde mit Mehnert zum Genuss, bei dem er sich nicht zu schade war, auch einmal zu Jodeln. Doch auch wenn Phön mit tollen Rhythmen und einem launigen Auftritt punkten konnte, waren die Kompositionen oftmals zu sperrig, um direkt in das Ohr der Besucher zu gehen. Diesen Eindruck untermauerte auch der etwas zu dezente Gesang, der in den stark instrumental gefärbten Stücken oftmals unterging.

Zur Not übernahmen kurzerhand die Besucher den Gesangspart wie etwa bei einer Latin-Variante des Deep-Purple-Hits "Smoke on the Water". "Phön" gelang mit dieser kreativen und mutigen Interpretation des Rock-Klassikers der große Wurf.

Der Wandel von der Rock-Hymne hin zur verspielten und tanzbaren Latin-Nummer überzeugte die Gäste, die teilweise die markante Titelzeile leise mitsangen.

Ebenfalls in Erinnerung blieb mit "Wuppertaler Man" ein, wie Mehnert sagte, "lustiger Song". Die Kombination aus tanzbaren Rhythmen und bluesigen Melodien gefiel den Besuchern.

(RP)