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Phase drei beim Großprojekt am Stadion in Remscheid-Lennep

Kreuzung am Stadion Remscheid-Lennep : Phase drei beim Großprojekt

Der Umbau des Verkehrsknotenpunktes Rader Straße/Ringstraße geht Anfang Juni in die nächste Phase. Kommende Woche beginnen die Vorbereitungen für den dritten Abschnitt der Baustelle.

Ab dem 12. Juni müssen sich die Verkehrsteilnehmer dann auf eine neue Verkehrsführung einstellen, sagte Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Lennep. Die Änderungen im Überblick:

Der direkte Weg nach Radevormwald ist wieder aus allen Richtungen möglich. Das heißt für die Anwohner am Hasenberg: Der direkte Zuweg über den Neuenteich ist wieder aus allen Richtungen befahrbar. Auch der – zum Teil nicht ganz legale – Umgangsverkehr hat dann ein Ende. Zirngiebl ist auch im Sinne der Hasenberger froh, dass das ein Ende hat. Außerdem ist die Umleitung für den Verkehr aus Radevormwald kommend über den Hackenberg nicht mehr nötig. „Die Umleitungen haben aber ganz gut gegriffen und funktioniert“, hob der TBR-Chef hervor.

Nach der langen Vollsperrung wird die frisch sanierte Wupperstraße ab Mitte Juni wieder in beide Richtungen befahrbar sein. Denn sie ist ein wichtiger Teil der Umleitungen. Der Verkehr aus Richtung Hackenberg sowie Radevormwald kommend wird nämlich über die Wupperstraße und die Kölner Straße Richtung Trecknase umgeleitet, da die Ringstraße zur Einbahnstraße wird. Aus Lüttringhausen werden die Autos bereits ab der Autobahnauffahrt umgeleitet, um den Knotenpunkt am Röntgen-Stadion nicht übermäßig zu belasten, merkte Zirngiebl an.

Da im dritten Bauabschnitt mit der Errichtung der Lärmschutzwand begonnen wird, ist die Ringstraße nur noch einspurig aus Richtung Trecknase nach Lüttringhausen befahrbar, erklärte Zirngiebl. Zudem werden an der Straße Am Stadion in Vorbereitung auf das Designer Outlet Center (DOC) Leitungen für eine Signalanlage gelegt. An der Kreuzung können die Fahrer von der Trecknase kommend geradeaus Richtung Hackenberg oder rechts Richtung Rade beziehungsweise Neuenteich fahren. Das Linksabbiegen in die Wupperstraße wird nicht möglich sein.

Ein separater Radweg, wie von den BV-Mitglieder angefragt, sei nicht möglich, erwiderte Zirngiebl. Hier sei man auf gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer angewiesen. Verbessern wolle man aber die Querungsmöglichkeiten für Fußgänger. Direkt an der Kreuzung sei allerdings kein Überweg möglich.

Die gesamte Maßnahme hinkt etwas im Zeitplan hinterher. Ursprünglich sollte bereits im Mai mit dem dritten Abschnitt begonnen werden. Doch durch uneingeplante Arbeiten an Wasserleitungen in der Rader Straße sowie ein schlechterer Zustand der vorhandenen Fahrbahndecke haben sich die Arbeiten verzögert. Entgegen gekommen sei der TBR aber hingegen das geringere Verkehrsaufkommen aufgrund des Corona-Lockdowns. Zirngiebl ist zuversichtlich, den letzten Bauabschnitt und somit die gesamte Maßnahme spätestens Ende des Jahres abschließen zu können. Der schwierigste Abschnitt läge jetzt bereits hinter den Arbeitern der Firma Dohrmann.

Der Fortgang an der Baustelle ist nicht die einzige Vorbereitung auf das DOC. Wie Stadtplanerin Christina Kutschaty auf Anfrage der BV mitteilte, sei ein neues externes Landschaftsplanungsbüro mit der Entwurfsplanung für den Übergang vom DOC in die Altstadt an der Spielberggasse beauftragt worden. Der künftige Platz stellt eine wichtige Verbindung dar und soll die DOC-Besucher in die Altstadt locken. Entwürfe eines vorherigen Planungsbüros stimmten nicht mir den Vorstellungen der Stadt überein, weshalb Ende 2019 die Suche nach einem neuen begann.