Remscheid: Phänomenta bringt Kinder zusammen

Remscheid: Phänomenta bringt Kinder zusammen

In der Aula des Schulzentrums Klausen tauchten mehr als 200 Kinder in die MINT-Welt ab. Bei der kleinen Phänomenta gab es viele Dinge zu entdecken. Der Nachwuchs wurde an Phänomene der Physik oder Chemie herangeführt.

Konzentriert hält Finn (6) die kleine Angel in das Becken aus Pappe. Suchend bewegt er sie durch das Feld - und schon hängt einer der kleinen Fische an der Leine. Stolz zieht er den Plastikfisch nach oben. Möglich macht das die Anziehungskraft zweier Magneten. "Das gefällt mir gut", sagt er mit einem Lachen. Seine Freunde Justin (6) und Damian (6) versuchen währenddessen, die Büroklammern mit Hilfe des Magneten vom Tisch aufzuheben. Spielerisch erfahren die Jungs von der Kita Gertenbachstraße so die Wirkungsweise des Magnetismus.

Doch das war noch nicht alles, was es bei der kleinen Phänomenta in der Aula des Schulzentrums Klausen zu entdecken gab. An verschiedenen Stationen konnten sich die Vorschulkinder der Lüttringhausener Kindertagesstätten sowie die Erstklässler der Lüttringhausener Grundschulen ausprobieren, interessante Prozesse beobachten oder das technische Geschick unter Beweis stellen. Initiiert wurde die Aktion von der Regionalgruppe zur Koordination vom Übergang zur Kita in die Schule, zu der 16 Lütterkuser Einrichtungen gehören. Vor eineinhalb Jahren fand die erste Aktion statt: Mitmachkonzerte mit den Bergischen Symphonikern.

Unter dem Motto der Kampagne "MINTeinander" konnten nun gestern und heute rund 200 Kids unter anderem testen, welche Materialien Strom leiten oder welche Gegenstände an der Wasseroberfläche schwimmen. "Die Kinder sollen spielend lernen und lernend spielen - und dabei Hemmungen abbauen", erklärt Beate Godoy Smedel, Direktorin der GGS Adolf Clarenbach und dem Teilstandort Goldenberg. Erstklässler und Kita-Kids kommen bei der Veranstaltung ganz zwanglos in Kontakt, während sie die Welt der Naturwissenschaften für sich entdecken können. Die Materialien für die Stationen stammen von den Schulen und Kitas selbst.

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"Die Kinder sind mega interessiert. Das ist schön zu sehen. Auch mit den einfachen Dingen wie dem Naturmemory beschäftigen sie sich intensiv", beschreibt Mutter Kristina Petri ihre Beobachtungen. Sie begleitete die Klasse 1c der Grundschule Goldenberg. "Sie sind richtig eingetaucht", ergänzt Lehrerin Ilona Klug. Schüler Leon gefiel vor allem die Murmelbahn, die beim richtigen zusammenbauen kleine Melodien durch die Kugeln spielen kann. "Das sind alles tolle Sachen", betont der Sechsjährige. "Hier gibt es viel zu gucken und zu erleben", sagt Klassenkamerad Eddie (6). Ihn begeistert vor allem alles, was mit Elektrizität zu tun hat. Kein Wunder also, dass es ihm besonders die Station mit den Lämpchen angetan hat. Die wurde von Dritt- und Viertklässlern der Grundschule Eisernstein betreut. Eine Begegnung auf Augenhöhe also. Andere Experimente waren selbsterklärend.

Man habe sich in diesem Jahr bewusst für den Aufbau einer kleinen Phänomenta entschieden, um das Interesse der Kinder am MINT-Bereich (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) frühzeitig zu wecken. "Es ist toll, dass es so etwas heute gibt", sagt Beate Godoy Smedel. Kinder würden an Phänomene der Physik oder Chemie herangeführt und verstünden so auch Abläufe des Alltags. Beim Treffen im April sollen die Erfahrungen der Phänomenta evaluiert und diskutiert werden, ob sie in zwei Jahren noch einmal durchgeführt wird.

(lupi)