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Remscheid: Perfekter Sommerabend mit "Masterrock"

Remscheid : Perfekter Sommerabend mit "Masterrock"

Was braucht der Rock-Fan, um glücklich zu sein? Lauer Sommerabend, heiße Rock-Musik, kühles Bier und reichlich guten Sound.

Am Donnerstagabend auf dem Theodor-Heuss-Platz sorgte der Sommer für das Wetter, die Band "Masterrock" für die Musik, die Agentur JoKo Promotion für das Bier und Dr. Andreas Wiedenhoff für den Sound. Was für ein Start der diesjährigen Reihe "Remscheid-Live" auf dem Rathausplatz!

Umsonst und draußen: Alles passte wie der Kabelstecker in den Gitarrenverstärker. Die Band schwärmte nach dem Konzert auf Facebook: "Insgesamt 3000 Gäste feierten mit Masterrock bei sommerlichen Temperaturen eine ausgelassene Rock-Party." Ähnlich empfanden es die Leute.

Fast war es so, als wollten sie es zunächst kaum glauben: Anfangs kam der Beifall nur spärlich, und auch das nur aus den ersten Reihen. Dabei hatte die Band recht ordentlich und fetzig-anschmiegsam mit "She's got the look" (Roxette) begonnen. Doch bereits zwei Songs weiter mit "When you're gone" (Melanie C & Bryan Adams) kam Leben in die Beine: Mehr und mehr füllte sich der Platz.

Das eindeutige Erkennungszeichen war die Länge der Schlangen vor der Döner-Bude, dem China-Imbiss, dem Bratwurst-Stand, der Cocktail-Theke und den Getränke-Inseln. Das bedeutete zwangsläufig regen Andrang am Verkaufstand für Becher und Werte-Chips.

Wie auch in den Jahren zuvor finanzieren sich diese Veranstaltungen durch den einmaligen Kauf eines "Remscheid live-Getränkebechers". Er kann bei allen sechs geplanten Konzerten eingesetzt werden. Gegen einen "Getränkechip" im Wert von 2,20 Euro wird der Becher gefüllt. Chips und Becher bleiben gültig bis zum letzten Konzert am 22. August.

Kurz vor der ersten kleinen Pause gegen 20 Uhr standen die Leute bereits bis zum Bergischen Löwen. Aber wie es so ist im Bergischen: Auch der Remscheider "kallt" gerne, wenn er auf Bekannte und Freunde trifft.

Bei Bier und Bratwurst lässt sich herrlich auch in alten Erinnerungen schwelgen — wie es der auf der Bühne geschmetterte Titel von Brian Adams "Summer of 69" besingt. Leider wird dann auch die beste Musik nur noch als Hintergrundmusik wahrgenommen.

Nicht so beim Publikum, das später dicht gedrängt das erste Drittel des Platzes füllte. "Hotel California"— der Schmusesong der Eagles und Lieblingssong des Gitarristen Ralph Müllenschläder — geriet zumindest bei den Späthippies zur inoffiziellen Hymne des Abends.

Bei den deutschen Liedern wie "1000 und 1 Nacht" (Klaus Lage), "Tage wie diese" (Toten Hosen) und "Westerland" (Die Ärzte) kamen dann auch die Jüngeren auf ihre vollen Kosten. Vielleicht wird's für sie ja ein "Summer of 69".

(bege)