Remscheid: Papiertheater: James Honk jagt Dr. Kamishibai

Remscheid: Papiertheater: James Honk jagt Dr. Kamishibai

Ein gutaussehender, manierlicher Held, Actionszenen, Musik und ein Bösewicht - auch in der Papiertheaterwelt gibt es alles, was das Herz der Fans von Geheimagenten-Stories höherschlagen lässt. Zusätzlich gibt es noch eine ordentliche Portion Humor bei der James Bond-Parodie "James Honk jagt Dr. Kamishibai" in Haases Papiertheater.

Am Freitag zeigte das Ehepaar Sieglinde und Martin Haase in seinem vollbesetzten Privattheater das unterhaltsame Stück, dessen Bühnenbilder mit viel Liebe zum Detail und mit pfiffigen Ideen von Martin Haase selbst gestaltet wurden. "Mich hat es schon lange sehr gereizt, eine Parodie auf James Bond zu machen", erklärte der ambitionierte Papiertheaterspieler zu Beginn. Entstanden ist eine Geschichte in Anlehnung an den Bond-Klassiker "James Bond jagt Dr. No".

Statt der schönen, beschaulichen Theaterwelt erwartet den Zuschauer in diesem Stück echte Spannung. Denn Dr. Kamishibai (japanisch für Papiertheater) jagt Bühnenbilder, Figuren und Requisiten, aus dem 3D-Theater, um sie zu 2D-Bildern für das japanischen Erzähltheater zu pressen. Nicht einmal vor dem Eiffelturm macht er halt. Honks Aufgabe ist es, dem Verbrecher das Handwerk zu legen und die Papiertheaterwelt zu retten. Hilfe erhält er von Agentin Mitsu Bishi, mit der er vom mondänen Paris nach Japan und zurückreist.

Unterlegt ist die Story mit dem Original Bond-Titelsong. Eine Explosion fehlt genauso wenig wie die berühmten Frauen im Swimming-Pool oder die Annäherung zwischen Honk und Bishi.

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Neben Licht- und Pyroeffekten, einer Luftschaukel für das Rotieren der Hubschrauberblätter bis hin zum Schattenspiel arbeitet das Ehepaar mit vielen Techniken und Tricks, um das Papiertheater lebendig zu machen. Die Tonaufnahmen stammen vom Band. Honk lieh Sohn Daniel Haase seine Stimme, Bishi sprach seine Verlobte Sina Böhnisch. Die beiden standen auch Model für die Fotos, aus denen später die beiden Figuren für die Bühne kreiert wurden. Gut ein Dreivierteljahr arbeitet Martin Haase an den Stücken.

Außerdem ging es bei der Aufführung stilecht zu. Sieglinde Haase hatte am Ende noch für die Gäste Martini - geschüttelt, nicht gerührt, versteht sich. Wer wollte, durfte noch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Martin Haase beantwortete zudem mit viel Freude die Fragen zu den Raffinessen des Papiertheaters, mit dem er nicht nur an Festivals teilnimmt, sondern auch bei Feiern Erfolge feiert.

Am 27. April um 19.30 Uhr zeigt Haase Papiertheater übrigens wieder ein Stück mit viel Lokalkolorit: "Bitte umsteigen!". Das Publikum erlebt dabei eine Reise durch das Bergische mit vielen markanten Punkten. Am 25. Mai wird "Sherlock Holmes - Das Familienritual" zu sehen sein.

(lupi)
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