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Ordnungsamt in Remscheid setzt auf bewährtes Sicherheitskonzept

Rosenmontag in Lennep : Amt setzt auf bewährtes Sicherheitskonzept

Es war der 27. Februar 2017, als sich nach dem friedlichen und stimmungsvollen Rosenmontagszug in Lennep tumultartige Zwischenfälle ereigneten. Alkoholisierte Randalierer waren im Hardtpark außer Rand und Band geraten und bewarfen Mitarbeiter von Polizei und Ordnungsamt mit Flaschen und Steinen.

Sie hinterließen in der Grünanlage ein Meer aus Scherben und richteten an Bänken und Abfallbehältern eine Schneise der Verwüstung an.

Daraus haben Ordnungsbehörde und Polizei Lehren gezogen. Im Kern setzen sie auf höhere Präsenz in den Abendstunden und auf mehr Licht. Das habe sich bewährt, erklärt Ordnungsamtschef Jürgen Beckmann. „Wir haben diesmal an dem Sicherheitskonzept kaum etwas ändern müssen.“

Unter anderem stellt das Technische Hilfswerk erneut eine Lichtanlage zur Verfügung, die dazu dient, den Hardtpark auszuleuchten. Randalierer können somit nicht mehr im Schutz der Dunkelheit zuschlagen. Die Beleuchtung hielt sie in den letzten beiden Jahren davon ab, ihre Aggressionen auszuleben.

30 Mitarbeiter werden allein vom kommunalen Ordnungsdienst im Einsatz sein. Ihr Dienst beginnt in den frühen Morgenstunden – und zwar mit einem Blick auf den Straßenrand. „Fahrzeuge, die entlang der Zugstrecke im Halteverbot stehen, werden abgeschleppt. Vorher versuchen wir aber noch, den Halter zu ermitteln“, erläutert Beckmann.

Zur Einsatzzentrale wird das Röntgen-Museum, wo sich der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Frank Neveling, um jene Kinder und Jugendlichen kümmert, die zu tief ins Glas geschaut haben. „Es gibt je nach ärztlicher Beurteilung zwei Möglichkeiten – entweder werden sie direkt ins Krankenhaus gebracht oder zu ihren Eltern“, berichtet Beckmann. Im Schnitt der vergangenen Jahre mussten zwischen 20 und 30 alkoholisierte junge Menschen versorgt werden.

Um 14.11 Uhr startet der Zug am kommenden Montag, 24. Februar. Die Aufstellung des Zuges erfolgt ab 12 Uhr in der Albrecht-Thaer-Straße. Von dort geht es für die Wagen und Fußgruppen über die Hardtstraße, Thüringsberg, Post-, Kölner-, Ringel-, Leverkuser Straße, Rotdornallee, Kölner- und Bahnstraße und endet schließlich in der Straße Düstergasse.

Wer danach weiterfeiern will, hat mehrere Möglichkeiten – im Festzelt auf der Robert-Schumacher-Straße steigt wieder die After-Zoch-Party der Lenneper Karnevalsgesellschaft. Als Alternative bietet sich ein Besuch in den Gaststätten an. Eines aber gibt es nicht mehr – die Freiluftfete auf dem Alten Markt. „Es hat sich kein Veranstalter bei uns gemeldet“, bilanziert Beckmann. „Es gibt ja auch ein erhebliches Wetter-Risiko. Wenn’s regnet, hat das natürlich Auswirkungen auf die Umsätze.“

Bereits am Montag waren die Vorboten der tollen Tage in Lennep spürbar. Die Robert-Schumacher-Straße am Bahnhof ist zur Sackgasse geworden, weil dort das Festzelt der Karnevalisten aufgebaut wird. Es herrscht Halteverbot, P + R-Parkplätze fallen weg. Als Ersatz bietet die Stadtverwaltung Stellplätze an der Straße Am Johannisberg sowie in der Düstergasse an, die Maximalparkdauer wird aufgehoben. Diese Regelung gilt bis spätestens Donnerstag, 27. Februar.