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Remscheid: Oldtimer-Bus zieht die Blicke auf sich

Remscheid : Oldtimer-Bus zieht die Blicke auf sich

Viele Besucher nutzten den Shuttle zwischen dem Röntgenmuseum im Lennep und dem Werkzeugmuseum in Hasten.

Zum internationalen Tag der Museen legten sich Röntgen- und Werkzeugmuseum am gestrigen Sonntag richtig ins Zeug und präsentierten sich mit zahlreichen Mitmachaktionen als Probierwerkstatt für Entdecker und Handwerker. Die Mütter, die ihren Ehrentag feierten, wurden für ihren Besuch belohnt - in Lennep mit einem Gläschen Sekt, in Hasten mit einem gravierten Schieferherz.

Dass sie nur an einem Tag im Jahr ein großes Angebot auffahren, um vor allem viele neue Besucher in ihre Häuser zu locken, das kann den Direktoren des Röntgen- und Werkzeugmuseums, Uwe Busch und Andreas Wallbrecht nun wirklich nicht vorgeworfen werden. Im Gegenteil. Doch selbst an so einem Aktionstag wie gestern, an dem sämtliche Museen versuchten, in ihre Ausstellungen zu locken, schafften es Remscheids Aushängeschilder selbst Stammgäste zu überraschen und sich als unterhaltsame und interaktive Lernwerkstätte zu präsentieren.

Schon am Morgen waren die Kulturstätten bestens besucht: Im Werkzeugmuseum tummelten sich allerhand Besucher, die neben der festen Ausstellung und der alten Gerätschaften der Industriestadt auch die neuste Technik begutachten und ausprobieren konnten. An einem 3D-Drucker konnten Besucher einen Flaschenöffner produzieren. Beim traditionellen Handwerk, einem Schmied und einem Dachdecker etwa, durften sich die Gäste an Metall und Schieferplatten versuchen - auch mit modernerer Technik. Wallbrecht zeigte sich zu früher Stunde zufrieden mit der Resonanz. "Wir sind gut besucht, und die Stimmung unter den Akteuren ist trotz eines kleinen Regenschauers sehr gut." Rund 20 Aussteller präsentierten sich mit ihrem Handwerk oder Produkten. "Ich habe viel Stammpublikum begrüßt, aber tatsächlich auch einige neue Gesichter unter den Besuchern entdeckt", freute sich Wallbrecht.

Ähnlich voll war es zur selben Zeit auch im Röntgenmuseum, wo Führungen zu verschiedenen Themenschwerpunkte angeboten wurden. Viele Familien mit kleineren Kindern nutzten das Angebot, um mal "einen anderen Muttertag" zu feiern, erklärte beispielsweise Besucherin Vanessa Muñoz ihre Motivation, die mit Tochter Clara (9) und dessen beste Freundin Luisa (11) im Lenneper Museum zu Gast waren. Später, verriet sie, wolle sie mit den Mädchen im alten Linienbus, der für diesen Tag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, ins Werkzeugmuseum fahren, wo sie zuletzt zu ihrer Schulzeit gewesen sei.

Daniel Eisenhardt aus Wuppertal war mit seiner Frau, der Schwägerin Maria Thomas aus Maastricht und insgesamt fünf Kindern, im Alter zwischen vier und acht Jahren zum aller ersten Mal im Röntgenmuseum. "Ich habe das Museumsschild schon einige Male auf der Autobahn gesehen und wollte schon lange kommen", sagte Thomas. Auch Familienvater Daniel Eisenhardt, der den Kindern vor der Führung des Mini-Clubs, noch erklärte, was Röntgenstrahlen überhaupt sind, freute sich auf den Familientag. Und Kevin Sindern (12) vom Mini-Club, freute sich auch: "Es macht mir immer Spaß, wenn ich Besuchern, die nichts über Röntgen wissen, über sein Leben und seine Entdeckungen erzählen kann".

(seg)