Remscheid: Offenes Singen ist Tradition geworden

Remscheid: Offenes Singen ist Tradition geworden

Bei der vierten Auflage kamen wieder zahlreiche Gäste nach Lüttringhausen, um gemeinsam zu singen und sich auf die Weihnachtstage einzustimmen.

Der Regen gehört eigentlich fast schon zur Tradition dazu. Zum vierten Offenen Singen vor der Kirche Heilig Kreuz versammelten sich am Samstag vor Heilig Abend zahlreiche Gäste - mit Schirm und Regenjacke gewappnet auf alles vorbereitet. "Die Leute, die kommen, wissen, sie stehen im Regen", merkte Kantor und Organisator Peter Bonzelet mit einem Lachen an. Doch in diesem Jahr zeigte sich Petrus gnädig: Bis auf ein paar Tropfen blieb es beim Singen von traditionellen Advents- und Weihnachtsliedern trocken.

Und so folgten auch in diesem Jahr zahlreiche sangesfreudige Menschen der Einladung der Kirchengemeinde St. Bonaventura, Heilig Kreuz und des Heimatbundes Lüttringhausen zum gemeinsamen musikalischen Einstimmen auf die Weihnachtstage. Der Duft von Glühwein und Bratwurst lag in der Luft. Fast war es wie ein großes Familientreffen. Es wurde geklönt, getrunken und gelacht. Und natürlich auch gesungen. Peter Bonzelet leitete durch das Programm, bei dem der Posaunenchor Lüttringhausen für den Rahmen sorgte. Die Stimmen vom Kirchenchor "Jubilate deo" unterstützten das Publikum, das anfänglich noch etwas zaghaft war, aber bei Songs wie "In der Weihnachtsbäckerei" oder "Süßer die Glocken nie klingen" kräftig sangen. Zum ersten Mal dabei war auch der "Lütterkuser Adventskinderchor".

Auch Lieder der "Kölschen Weihnacht" gehörten zum Repertoire auf der Bühne in der Richard-Pick-Straße. "Ein herzliches Dankeschön, dass Peter Bonzelet die Tradition der Kölschen Weihnacht hierhin transportiert hat", sagte Klaus Everling, Vorsitzende des Lüttringhauser Männerchors, der ebenfalls auf der Bühne Weihnachtslieder präsentierte.

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"Die Kölschen Lieder haben schon etwas Besonderes. Die haben mehr Herz", sagte Besucher Ulli Mors. Der Lenneper war nicht zum ersten Mal beim Offenen Singen dabei. "Mir gefällt das Rudelsingen unter freiem Himmel", betonte er. Und mit dem Glühwein ließe sich die Stimme gut ölen, ergänzte er augenzwinkernd.

Brunhilde Meier ist sangeserprobt. Sie ist Mitglied im Frauenchor Remscheid. "Es ist eine tolle Einstimmung auf Weihnachten", sagte sie. "Ich freue mich drauf, wunderschöne Lieder auf Kölsch zu singen", fügte Sangesschwester Anja Herrmanns hinzu. Katja Herrmanns war zum ersten Mal dabei. "Ich kann mir vorstellen, dass Zuhause nicht mehr so viel gesungen wird. Hier kommt man beim Rudelsingen zusammen, hat Spaß und kann gemeinsam singen", brachte sie den Kern der Veranstaltung auf den Punkt.

(lupi)