Remscheid: Neun Millionen für die Schulen

Remscheid: Neun Millionen für die Schulen

Das Gebäudemanagement arbeitet mit Hochtouren an Maßnahmen, die aus Mitteln des Konjunkturpakets II finanziert werden. Das Geld fließt vor allem in Schulen. Ein Viertel des Auftragsvolumens ist in Arbeit.

Für Thomas Judt bedeutet das Jahr 2010 die heiße Phase in der Abarbeitung des Konjunkturpakets II. Wöchentlich trudeln bei dem Leiter des städtischen Gebäudemanagements Baugenehmigungen ein, gehen Ausschreibungen raus, können Aufträge an Firmen erteilt werden. 2009 war das Jahr der Vorbereitung, um die Gelder zielgenau investieren zu können. Jetzt kommt das Programm richtig ins Rollen. Unter rund einem Viertel des geplanten Auftragsvolumens konnte Judt bereits einen Haken machen. Das sind rund drei Millionen Euro.

Bundesweit dient das Programm der Bundesregierung der Belebung der Konjunktur. Remscheid erhielt 12,8 Millionen Euro aus dem Topf. Etwa neun Millionen Euro fließen in den Bereich Schule und Bildung. In Abstimmung mit der Politik wurden die Gelder komplett verplant. Damit begann im Gebäudemanagement ein Wettlauf mit der Zeit. Denn bis Ende dieses Jahres müssen alle Aufträge erteilt sein. 2011 dürfen nur noch Aufträge abgewickelt werden. Dieses Ziel werde man auch erreichen, sagt Judt.

Im Wettlauf mit der Zeit

Rund ein Dutzend externer Architekten und sein eigenes Team aus 15 Architekten und Ingenieuren kümmern sich um diese Aufgaben. Mit Sorge blickt Judt auf sein Team: Im Mai laufe der Vertrag einer seiner Leistungsträger aus. Der Architekt hat nur eine befristete Stelle.

Zurzeit laufen in den Schulen Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung: Fassadendämmungen und der Austausch alter Fenstern gegen moderne etwa in den Berufskolleg Technik und Käthe-Kollwitz, im Schulzentrum Klausen und in der Hauptschule Rosenhügel. Dachsanierungen stehen jetzt an der Hilda-Heinemann-Schule und der Alexander-von-Humboldt-Realschule an. Dort entsteht durch Umbau der alten Lehrküche auch eine Mensa.

Für die Mensa des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums werden Leitungen verlegt. Sie findet Platz in einem Anbau zwischen Schulgebäude und Sporthalle. Dank der Konjunkturpaket-Mittel können naturwissenschaftliche Räume früher auf einen aktuellen Stand gebracht werden, als dies über eine Finanzierung allein aus der Bildungspauschale (früher: Schulpauschale) möglich gewesen wäre. "Ich denke, dass wir in zehn Jahren alle naturwissenschaftlichen Räume modernisiert haben", sagt Judt. Auch andere Bereiche profitieren vom Programm. Eine neue Desinfektionsanlage wird in der Wache der Berufsfeuerwehr gebaut. Ein neues Gerätehaus erhält die Freiwillige Feuerwehr Hasten. Das denkmalgeschützte Gebäude der Natur-Schule Grund wird saniert.

(RP)