Neuer Ebert-Platz soll grüner werden

Stadtentwicklung : Neuer Ebert-Platz soll grüner werden

Aktuelle Planung sieht Pflanzung von Bäumen als Schattenspender und eine Fußgängerampel auch an der EMA vor.

Wer in Zukunft im Sommer auf dem umgebauten Ebert-Platz auf seinen Bus wartet, soll von Schatten spendenden Bäumen vor der Sonne geschützt werden. So soll zudem verhindert werden, dass die Betonfläche sich aufheizt. Um Lebensraum für das neue Grün zu schaffen, sollen Baumaschinen tiefe Löcher ausheben, in die Pflanzensubstrat gefüllt wird. Durch Stelen solle die Bäume vor dem Buskontakt geschützt werden.

Auch entlang der Elberfelder Straße schlägt die Stadt Baumpflanzungen vor, um ein einheitliches Bild zu erzeugen. Grün werden soll auch jener Teil des Platzes, der künftig nicht mehr als Busbahnhof, sondern als Platz mit Aufenthaltsqualität für Fußgänger fungieren soll. Am östlichen Rand soll ein „Baumhain aus kleineren Baumarten mit schattigen Sitzmöglichkeiten“ entstehen. Der Platz soll mit „gut begehbarem Pflaster“ ausgestattet und barrierefrei sein und auch als Veranstaltungsplatz für kleinere Märkte oder Musikveranstaltungen nutzbar sein.

So steht es in dem Papier, dass die Verwaltung am Dienstagabend als Tischvorlage in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid präsentierte. Diskutiert und vorgestellt wurde es in der Sitzung nicht, weil die Politik keine Gelegenheit mehr hatte, es vorab zu studieren.

Veränderungen zu den bisherigen Plänen gibt es auch beim Thema Fußgänger-Sicherheit. Ein mit der Verkehrsplanung beauftragtes Büro aus Aachen schlägt vor, zusätzlich zur geplanten Ampelanlage am Ämterhaus eine weitere Fußgängersignal-Anlage in Höhe der Konrad-Adenauer-Straße gleich gegenüber vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium anzulegen. Dahinter steht die Einschätzung, dass eine oberirdische Querung „nicht ausreicht. um insbesondere den Schülerverkehr ausreichend leistungsfähig abzuwickeln“. heißt es in dem Bericht für die Politik. Der Fußgängertunnel soll wegfallen. Die Stadtwerke brauchen auf dem verkleinerten Busbahnhof den Raum, der durch den Wegfall der Rampen zum Tunnel entsteht.

Baudezernent Peter Heinze betonte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass es sich bei dem Papier um einen Zwischenbericht handele. Im Bereich der Verkehrsplanung lägen noch nicht alle Gutachten vor. Eine Mikrosimulation soll zeigen, ob der Verkehrsfluss mit den geplanten Eingriffen funktioniert.

Bei der vom Sieger des Architekten-Wettbewerbs fortgeschriebenen Planung habe man „extrem auf die Kosten geachtet“, sagt Heinze. So landen die Planer erneut bei Nettobaukosten von fünf Millionen Euro. Planungskosten sind in dieser Zahl nicht enthalten

Eine Tabelle im Anhang zeigt, wie mit den insgesamt 36 Anregungen aus der Bürgerbeteiligung umgegangen wurde. 21 davon seien eingeflossen, etwa zur Barrierefreiheit des neuen Bürger-Platzes oder der Aufstellung neuer Anzeigetafeln, die eine fünfte Klasse der EMA angeregt hat. Die meisten Anregungen kamen von der SPD. Die Bürgerbeteiligung sei nicht abgeschlossen, heißt es.