Neue Skateranlage in der Funbox in Remscheid fertig

Freizeitsport in Remscheid : Neue Skateranlage in der Funbox steht

In der Szene wird der Treffpunkt begeistert aufgenommen. Offizielle Eröffnung der Funbox ist am 1. Dezember. Zusammen mit den Jugendlichen haben die Mitarbeiter der Firma Schneestern aus Bayern den Parcours konzipiert.

Für Robert Hartwein hat es sich fast zu schnell herumgesprochen, dass die Funbox für Skater seit ein paar Tagen wieder geöffnet ist. „Es waren schon sehr viele Fahrer auf den Rampen, fast zu viele“, sagt Hartwein. Die jungen Männer mit den weiten Hosen kommen aus Remscheid, aus Wuppertal, aus Solingen. Manche auch aus Düsseldorf und Köln. In der Szene gilt die Anlage als der absolute Hit. Gut 40 Skater springen, rollen und drehen sich auf der Anlage. Die Funbox ist zum Skaterparadies geworden.

Ein lange gehegter Wunsch der Skater-Szene geht damit in Erfüllung. Die Initiative für diese Anlage kam aus dem Jugendrat. Zusammen mit den Jugendlichen haben die Mitarbeiter der Firma Schneestern aus Bayern den Parcours konzipiert. „Es ist nicht die Anlage der Verwaltung, sondern der Jugendlichen“, sagt Sportdezernent Thomas Neuhaus. Die aus Holz gebauten Schanzen sind auch für BMX-Fahrer geeignet. Und Robert Hartwein zeigt sich sehr zufrieden mit dem Bau. „Das haben die echt gut gemacht“, sagt der Sprecher der Gruppe. Viele Vorstellungen der Fahrer seien berücksichtigt worden.

Bezahlt wird die Anlage aus Rücklagen. Der Investor des Fastfood Restaurants Burger King gleich nebenan hatte 2001 die Halle gebaut und für die Instandhaltung eine Summe hinterlegt. Von diesem Guthaben nahm die Stadt nun 49.000 Euro in die Hand. Die Firma Schneestern gehört nach Aussage von Markus Dobke, Mitarbeiter des Sportamtes, zu den renommierten Anbietern, die weltweit Anlagen bauen. Zum Beispiel die Snowboard-Anlage für die Olympischen Spiele in Sotchi.

Bisher stand in der Halle eine transportable Skateranlage, die an verschiedenen Orten immer mal wieder aufgebaut wurde. In Reinshagen und Hackenberg zum Beispiel. Sie ist arg in die Jahre gekommen. Der Aufbau verlangte viel Personal. Solche Anlagen seien nicht mehr gefragt, sagt Dobke.

Die Funbox gehört zu den offenen Treffpunkten in der Stadt. Außer am Sonntag ist die Halle ab 16.30 Uhr geöffnet. „Die Hallen in Dortmund und Wuppertal kosten Geld. Hier ist es umsonst“, sagt Hartwein. Das weiß die Skatergemeinde zu schätzen. Dobke hat eine Hausordnung aufgehängt. In der ist klar geregelt, was erlaubt, und was verboten ist. Es darf in der Halle nicht geraucht, nicht getrunken und nicht gegessen werden. Wenn es Probleme gibt, hat der Hausmeister das Recht, Fehlverhalten durch Rauswurf zu ahnden. „Mit den Skatern gibt es keinen Ärger“, sagt Dobke. Manchmal sind es aber fremde Gruppe, die sich dort treffen. Er geht aber davon aus, dass alles geordnet zugehen wird.

Von der neuen Halle profitieren auch die Bogenschützen. Sie können ihre Zielscheiben in der gewünschten Entfernung von 18 Metern aufstellen. Ein festes Auffangnetz ist installiert. Die 110 Bogenschützen trainieren auch bei besseren Lichtverhältnissen. Eine Lichtleiste mit 1000 Lumen sorgt für wettkampfgerechte Bedingungen.

Robert Hartwein (25) begann vor elf Jahren das Skaten in der Funbox. Für die Eröffnung am 1. Dezember üben die Skater eine Show ein. Was Hartwein an der Funbox besonders gefällt: Sie besitzt eine Fußbodenheizung. Kalte Füße wird hier niemand bekommen.

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