Neue Ideen für den Sportplatz in Remscheid-Neuenkamp

Sportplatz in Remscheid : Neue Ideen für Neuenkamp

Das Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ des Landes könnte ein geeignetes Instrument sein, um die Zukunft des Sportplatzes Neuenkamp zu gestalten.

Das Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ des Landes könnte ein geeignetes Instrument sein, um die Zukunft des Sportplatzes Neuenkamp zu gestalten. Diesen Eindruck hat der auch für Sport zuständige Dezernent Thomas Neuhaus bei einem Gesprächstermin bei der Bezirksregierung in Düsseldorf gewonnen.

Neuhaus war auf Anregung der CDU in die Landeshauptstadt gereist. Die größte Ratsfraktion hofft, mit Geld vom Land verhindern zu können, dass der Sportplatz, der im Besitz des Remscheider Sportvereins (RSV) ist, in der Zukunft für andere, nicht sportliche Zwecke genutzt wird. Hintergrund: Der RSV hat den Pachtvertrag mit der Stadt für den Sportplatz gekündigt. Konkrete Angebote eines Kaufinteressenten, der hier bauen möchte, sollen vorliegen. Mitte Juli soll bei einem Treffen des RSV das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

Aus Sicht von Neuhaus kann die Sportfläche für das wachsende Quartier Hohenhagen eine wichtige soziale Funktion erfüllen. Die Nähe zu Kitas und Schulen im Bezirk sei ein gutes Argument für eine mögliche finanzielle Förderung. Dass die Stadt das Grundstück dafür erst kaufen müsse, sei im Rahmen des Programms kein Hinderungsgrund ergaben die Gespräche. Dass die Stadt bei der Frage der Wertermittlung die aktuelle Nutzung als Sportfläche zu Grunde gelegt hat, sei in Düsseldorf als „der richtige Weg“ bezeichnet worden. Wie berichtet, kommt die Stadt bei ihrer auf einen deutlich geringeren Wert als der RSV, der bislang das Potenzial der Fläche im Sinne einer gewerblichen Nutzung zu Grunde legt.

Für eine stärkere Nutzung durch die Anwohner der Fläche im Sinne der Quartier-Stärkung und auch für eine bessere Erreichbarkeit auch mit Pkw sei möglicherweise aber eine andere Aufteilung der Anlage notwendig, erklärt Neuhaus. Skeptisch zeigte sich der Dezernent im BM-Gespräch, ob die vom Verein BV 10 als derzeitigem sportlichen Nutzer gewünschte Umwandlung des Sportplatzes von einem Aschen- in einen Kunstrasenplatz mit den Vorgaben des Programms vereinbar sei. Wie berichtet, würden die Kosten für eine Umwandlung in die Millionen gehen.

Bei der Erstellung eines Förderantrages sei „Eile geboten“ sagte Neuhaus. Bis zum 31. September müssen die Anträge beim Land vorliegen. Für die Politik will Neuhaus für die anstehenden Sitzungen eine Vorlage erstellen.

Dass eine gute Bewerbung um Förderung keinen Selbstläufer darstellt, hat die Stadt jüngst beim beim Freibad erfahren. Beim stark überzeichneten Programm für die Modernisierung von Sportstätten kam Remscheid – wie viele andere Städte auch – nicht zum Zug.

(hr)
Mehr von RP ONLINE