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Remscheid: Nachwuchs für den Bergischen Löwen

Remscheid : Nachwuchs für den Bergischen Löwen

Bei der Löwenparade 2014 sollen möglichst viele Kunststoffdoppelgänger des Wappentiers präsentiert werden.

Noch thront er allein in lichter Höhe auf dem Sockel vor dem Remscheider Rathaus. Bald aber soll der Bergische Löwe möglichst viele Doppelgänger bekommen. Zur Feier von 85 Jahren Großstadt Remscheid plant das Stadtmarketing im nächsten Sommer die "Große Remscheider Löwenparade 2014". Möglichst viele und möglichst bunte Glasfaser-Zwillinge des Bergischen Löwen sollen dann auf dem Rathausplatz präsentiert werden.

Die Idee: Firmen, Vereine, Privatleute erstehen eines der 50 Kilogramm schweren, 2,20 Meter langen und 1,40 Meter hohen Löwenmodelle und bemalen es frei nach Lust und Laune. Bei der Löwenparade im Sommer wird es vor dem Rathaus präsentiert und stellt sich hier der Wahl zum schönsten Löwen.

Vor zwei Tagen haben Andreas Meike und Sascha Hilverkus vom Stadtmarketing die Anschreiben rausgemailt und sind mit der ersten Rückmeldung sehr zufrieden. 30 Bestellungen liegen bereits vor. Bis Oktober noch kann man sich anmelden, dann will die Stadt ihrer Partner-Agentur den Auftrag zur Produktion der Löwenskulpturen geben. "Mindestens 85 sollten es sein", sagt Sascha Hilverkus. Mehr wären noch besser.

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Gut kommt auch die Idee an, als Zusatzangebot einen nur 30 Zentimeter großen und deutlich preiswerteren Minilöwen zu präsentieren. Zielgruppe: Schulen und Kindergärten. 38 Bestellungen gibt es dafür schon.

Der weitere Zeitplan: Anfang des Jahres bekommen die Besteller den nach dem Vorbild des Denkmal-Löwen modellierten Rohling vor die Haustür geliefert und können dann mit der Gestaltung beginnen.

Einige Tage sollen die Löwen nach der Löwenparade in der Innenstadt zusammen verbringen, dann kann jeder Besitzer sein Kunstobjekt wieder mit nach Hause nehmen und dort präsentieren. Nach Absprache mit der Stadtverwaltung soll dies auch im öffentlichen Raum möglich sein. So gibt es bereits die Idee, einen Löwen auf die Insel an der Kreuzung Eisernstein zu präsentieren, berichtet Sascha Hilverkus.

Einen positiven Imageschub soll die Löwenaktion für die Stadt bringen, hofft Meike, der gerade an einem Konzept für eine Werbekampagne der Stadt sitzt. "Unser Remscheid" soll die zentrale Botschaft sein. "Unsere Löwen" würde in diese Reihe gut reinpassen, sagt Meike.

Mit der Idee, Tierskulpturen als Kunstobjekte gestalten zu lassen und sie dann im öffentlichen Raum zu präsentieren, haben schon andere Städte gute Erfahrungen gemacht. Wuppertal etwa veranstaltete 2006 mit großem Erfolg eine Pinguinale. Die Kunstobjekte aus dieser Zeit prägen noch immer das Stadtbild. Man sieht sie aus der Schwebebahn auf Firmendächern stehen oder auf dem Mittelstreifen der Talachse.

(RP)