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Remscheid: Möbelhaus Honsberg – Weg frei für den Abriss

Remscheid : Möbelhaus Honsberg – Weg frei für den Abriss

Ein Schandfleck soll endlich aus dem Stadtbild verschwinden, eine schier unendliche Geschichte scheint zu Ende zu gehen: Die Stadt hat es nun schriftlich, dass das Land weitere 250 264 Euro für den Abriss des ehemaligen Möbelhauses an der Honsberger Straße zuschießt. Das teilte Oberbürgermeisterin Beate Wilding gestern mit.

Der seit Jahren verschobene Abriss des Gebäudes, das seit 1999 eine Brandruine ist, solle möglichst noch in diesem Herbst beginnen. An seiner Stelle ist eine Grünanlage geplant. Ursprünglich hatte die Stadt den Abbruch für dieses Frühjahr angesetzt — um feststellen zu müssen, dass sie die Kosten falsch kalkuliert hatte. Die betrugen plötzlich 656 000 statt 344 000 Euro. Die Stadt, deren Kassen leer sind, stellte daraufhin einen neuen Förderantrag beim Land. Jetzt liegt der Bescheid vor, dass Düsseldorf insgesamt 525 506 Euro für das Projekt zur Verfügung stellt. Der Eigenanteil der Stadt Remscheid beträgt 131 377 Euro und ist bereits im Haushalt eingeplant. Mit einem Dringlichkeitsentscheid soll dieses Geld schnell freigegeben werden, schreibt Wilding, damit die notwendige Ausschreibung der Abbrucharbeiten erfolgen kann.

Für die OB ist der Abriss der Ruine ein wichtiges Zeichen für die Umgestaltung des Stadtteils Honsberg, dessen größtes Projekt der Bau eines neuen Stadtteilzentrums, die "Neue Mitte", ist. Dafür wurde im August der Grundstein gelegt. "Zusammen mit der Neuen Mitte wird sich innerhalb der kommenden Monate das Gesicht des Eingangstores zum Honsberg grundlegend wandeln", schreibt Wilding.

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Auch Landtagsabgeordneter Sven Wolf (SPD) sieht Signalwirkung in dem Abriss. "Der Stadtumbau am Honsberg passt sehr gut zu dem roten Faden der Landespolitik, bei der die Sehnsucht der Menschen nach Heimat im eigenen Stadtteil im Vordergrund steht", findet Wolf.

(RP/rl)