Remscheid: MKS begrüßt viele Besucher

Remscheid: MKS begrüßt viele Besucher

Die Musik- und Kunstschule (MKS) hatte zum Tag der offenen Tür geladen.

Von weitem schallt es am Sonntagvormittag dem neugierigen Besucher in der Scharffstraße entgegen: Schlagzeug, Posaune, Trompete, Tuba, Flöte, Saxofon, Keyboard und Bass - das junge Blasorchester der Musik- und Kunstschule (MKS) hat sich seit Weihnachten formiert und legt sich richtig ins Zeug. Die Schule begeht ihren diesjährigen Tag der offenen Tür.

Bereits der kurze Blick in wenige ihrer Abteilungen macht große Lust auf mehr. Der Hinterhof platzt beinahe aus allen Nähten. Viele Besucher wollten ihre Sprösslinge beim Musizieren erleben. So auch der Vater des zehnjährigen Bendt, der kurz vorher noch eifrig die Trompete geblasen hatte. Seit knapp drei Jahren nimmt Bendt Trompetenunterricht. Es macht ihm mehr und mehr Spaß, je öfter er solche Erfolge wie einen öffentlich Auftritt erleben kann.

Ihm gefällt besonders das Spielen in der Gemeinschaft. Das ist einer der vielen Vorteile der MKS. Ihn genießen auch die beiden Elfjährigen Eda und Mia in der Abteilung Textil. Sie sitzen zusammen an einem Tisch und jede hat einen kleinen, selbst gebastelten Webstuhl vor sich. Darauf weben sie jeweils einen Kissenbezug. Wenn sie fertig sind, werden sie mit Watte gefüllt. "Es ist mehr ein Zeitvertreib", sagt Mia. "Und man fertigt etwas, was man gebrauchen kann", fügt Eda hinzu. Die beiden arbeiten auch mit anderen Materialien, etwa mit Ton. Und sie malen. Im Nebenzimmer werkelt die siebenjährige Lisa zusammen mit ihrem Vater mit Luftballons. Sie füllt einen mit ein wenig Sand, klebt oben ein paar Wollfäden und malt ein paar Striche darauf: Fertig ist ein lustiges Gesicht.

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Hans-Martin Seeland unterrichtet in der MKS Posaune. Er kann sich über mangelnde Schüler nicht beklagen. "Posaune geht überall in verschiedenen Orchestern", sagt er. Die Posaune sei vielseitig einsetzbar in Klassik, Pop und Jazz, in kleinen Ensembles und in großen Orchestern. Die Jüngsten fangen mit sechs Jahren bei ihm an. Merlin (12) bläst seit fünf Jahren Posaune. "Es macht Spaß, weil ich gerne puste", sagt er.

Ein bisschen weiter im Haus warten Astrid Ruckebier (Blockflöte, Gesang, Chorleitung) und Katharina Nieß (Gesang) auf die ersten Interessenten. Da kommt ein Mann gerade recht, der behauptet, nicht singen zu können. Ruckebier fackelt nicht lange. "Atmen Sie mal tief ein und lassen Sie die Luft durch Ihren Mund wieder heraus. Formen Sie dabei Ihren Mund wie beim Gähnen zu einem großen O oder A."

Sie spielt ein paar Töne auf dem Klavier und er soll mitsingen. Ein bisschen höher und sie hat seine Tonlage gefunden. "Bleiben Sie locker", sagt sie noch und schon trifft er die meisten Töne. Und was soll er jetzt machen? "Singen Sie zuhause und wenn Sie nicht weiterkommen, kommen Sie zu uns." Ihre Begeisterung setzt sich fort bei der stellvertretenden Leiterin der MKS, Sueli Heider. Im Moment unterrichtet sie die Veeh-Harfe. "Man kann sie sofort spielen, sie ist für jedes Alter geeignet", sagt sie.

(begei)
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