Remscheid: MIT kritisiert Zwangsgebühren

Remscheid: MIT kritisiert Zwangsgebühren

Wenn die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Sender nach Meinung einiger Mitglieder der CDU-Mittelstandsvereinigung Remscheid (MIT) gestaltet werden soll, dann müssten sich ARD und ZDF sowie alle Radiosender eine neue Einnahmequelle suchen.

Die weitere Finanzierung über Zwangsgebühren stieß bei einem Mitgliedertreffen auf heftige Kritik. MIT-Mitglied Ralf Wieber sagte: "Ich will selber entscheiden, für welche Sendungen ich bezahle und für welche nicht."

Auch Henner Blecher, der ehemalige Sprecher der Remscheider MIT, ließ kaum ein gutes Haar an den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD, ZDF und vor allem am WDR: "Ich möchte nicht mehr für den Müll bezahlen, den die uns rüberkippen", sagte Blecher.

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Mit der Kritik an Rundfunk und Fernsehen unterstützte die MIT die deutschen Zeitungsverleger, die in der Ausweitung von Textangeboten durch die öffentlich-rechtlichen Sender im Internet eine unerlaubte Konkurrenz sehen. Der Solinger Verleger Michael Boll hatte in seinem Gastvortrag "Von Gutenberg zu Zuckerberg" auf diese Problematik aufmerksam gemacht.

Zeitungen zählen aber im Internetzeitalter immer noch zu den gefragtesten Angeboten für seriöse Information. 86 Prozent der Deutschen lesen eine Zeitung. 62 Prozent in gedruckter Form. Die Zahl der Leser im Netz steige aber kontinuierlich, so Boll.

(cip)