Remscheid: Mehr Zeit für die Beratung schaffen

Remscheid : Mehr Zeit für die Beratung schaffen

Herbert Thelen verstärkt seit dem 1. April den Vorstand der Stadtsparkasse.

Mit Herbert Thelen (50) erweitert sich der Vorstand der Stadtsparkasse auf drei Mitglieder. Zum ersten Mal in der Geschichte der Sparkasse Remscheid besteht die Leitung mit Frank Dehnke als Vorstandsvorsitzendem aus einem Trio. Die personelle Aufstockung an der Spitze ist laut Dehnke nötig geworden, um die Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen zu können. Sparkassenvorstände können heute nicht mehr wie in früheren Jahren Generalisten sein. Dazu sind die Themenfelder zu komplex geworden. Auch im Vorstand einer Stadtsparkasse werden Spezialisten gebraucht.

Herbert Thelen kümmert sich künftig um sämtliche Vertriebsbereiche. Dazu zählen die Privat- und Firmenkunden sowie das Immobiliencenter inklusive Baufinanzierung. Die Sparkasse hat bei den Privatkunden einen Marktanteil von 60 Prozent und bei den Firmenkunden, vor allem dem Mittelstand, einen Anteil von 50 Prozent. Den gilt es im Zeitalter der Digitalisierung zu verteidigen und auch auszubauen.

Durch das Internet hat sich das Verhalten der Bankkunden deutlich verändert. So kommen immer weniger Menschen von selbst zur Bank. Das gilt für alle Altersklassen. Thelen will in der Sparkasse Strukturen schaffen, die noch mehr als bisher das Kundengespräch in den Mittelpunkt stellen und Zeit schaffen. "Wir müssen uns immer fragen, zu welchen Kunden wir Kontakt aufnehmen." Bei diesen "ganzheitlichen" Beratungsgesprächen geht es in erster Linie um die Wünsche der Kunden. "Kredite sind nur das Mittel zum Zweck", sagt Thelen. Kein Berater der Sparkasse stehe unter dem Druck, einen Kredit zu verkaufen, ergänzt Dehnke. Das spüre der Kunde. Unter diesen Voraussetzungen gebe es keine gute Gesprächsatmosphäre. Thelen hat seine Banklaufbahn in der Eifel begonnen und auch dort bis vor wenigen Monaten gelebt. Sein Haus hat er inzwischen verkauft, und ist mit seiner Lebensgefährtin nach Lüttringhausen gezogen. Als ein Mann vom Dorf (280 Einwohner) genießt er die Nähe einer Großstadt. Und vor allem die Natur. Als Läufer hat er sich schon für den Citylauf angemeldet. Und sein Oldtimer wird auch bald ins Bergische überführt.

(RP)
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