Remscheid : Mehr Personal für die TBR

Auf der Ratssitzung Anfang September wurde einstimmig beschlossen, das Personal der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) aufzustocken. Vor allem die Straßen müssen dringend ausgebessert werden.

Remscheids Straßen bedürfen dringender Ausbesserungsarbeiten. Die zuständigen Technischen Betriebe Remscheid (TBR) arbeiten auf Hochtouren – doch es fehlt schlichtweg an Personal. Auf der Ratssitzung Anfang September wurde deshalb einstimmig beschlossen, das Personal aufzustocken. Haushaltsmittel werden dafür zur Verfügung gestellt.

Ein Bauleiter, ein Bauingenieur und zwei Bautechniker sollen die TBR nach Möglichkeit unterstützen. „Der Bauleiter soll sich unter anderem um die Themen Fahrbahndeckenerneuerung sowie um Neu- und Ausbaumaßnahmen kümmern“, berichtet der zuständige Geschäftsbereichsleiter Gerald Hein. Bauingenieure und -techniker werden vor allem für den Breitbandausbau benötigt. „Da müssen über 200 Kilometer Leitungen in offener Bauweise verlegt werden“, beschreibt Hein den erheblichen Aufwand. Zahlreiche Genehmigungen müssten dafür eingeholt werden. Außerdem müssten viele Kontrollen durchgeführt werden, damit man in den nächsten Jahren nicht wieder vor den gleichen Problemen stünde.

Das Mehr an Personal sei zwar jetzt im Stellenplan vorgesehen, trotzdem sei es alles andere als einfach, auch geeignetes Personal zu finden. „Die Baubranche boomt“, sagt Hein: „Doch Bauingenieure gibt es einfach zu wenige.“ Man müsse sich deshalb auch als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Die offiziellen Stellenausschreibungen werden wohl gegen Ende des Jahres auf der Internetseite der Technischen Betriebe zu finden sein.

Der große Nachholbedarf ist im Rathaus bereits länger Thema. Dabei sind die finanziellen Mittel für die Straßenbauprojekte durchaus vorhanden. In einer Beschlussvorlage heißt es, dass „im Zuge der Haushaltsplanberatungen bereits umfangreiche Mittel im Investitionsprogramm für Projekte der grundhaften Straßenerneuerung eingeplant“ worden seien. Außerdem habe es „umfangreiche Rückstellungen für Maßnahmen der Straßendeckenerneuerung aber auch für Maßnahmen zur Sanierung von Brücken und Stützmauern“ gegeben. Weder die Bauverwaltung noch die TBR würden jedoch über genug Personal verfügen, um diese vorhandenen Mittel effektiv umzusetzen. „Die Infrastruktur muss für den Wirtschafts- und Wohnstandort Remscheid gesichert und erhalten werden“, betont auch TBR-Betriebsleiter Michael Zirngiebl. Dazu seien eben auch grundhafte Erneuerungen nötig. Auf der Agenda stehen zudem noch infrastrukturelle Maßnahmen rund um das geplante Designer-Outlet-Center (DOC) in Lennep, der schon erwähnte Breitbandausbau und Deckenmaßnahmen nach dem Winter.

Auch Zirngiebl gibt an, dass der Nachwuchs im Ingenieursbereich dünn gesät ist. Trotzdem hofft er, die Stellen nächstes Jahr besetzen und dann zügig mit dem Abarbeiten der Maßnahmen beginnen zu können. Erfreulich findet er, dass der Beschluss für die Personalaufstockung einstimmig gefasst wurde. „Das zeigt, dass die Infrastruktur ein Konsensthema ist.“

(Boll)