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Mitgliederversammlung: Mehr Mitarbeiter in den Betrieben

Mitgliederversammlung : Mehr Mitarbeiter in den Betrieben

Etwa 100 Unternehmer und Gäste nahmen jetzt an der Mitgliederversammlung des Arbeitgeber-Verbands teil.

Vorstandswahlen, ein informativer Vortrag über Künstliche Intelligenz und ein Abendessen in Buffetform prägten die Mitgliederversammlung des Arbeitgeber-Verbands für Remscheid und Umgebung. Das alles erlebten am Donnerstag rund 100 Unternehmer und Gäste, die sich durch den Gewittersturm ins Schützenhaus gekämpft hatten.

Der Vorsitzende Dr. Marcus Jankowski hoffte auf regen Austausch – und richtete sein Wort an die Politiker, die erstmals zum öffentlichen Teil eingeladen waren: „Ich hoffe, dass Sie die Gespräche mit den Unternehmern nutzen, um das gegenseitige Verständnis zu verbessern.“

Diese Chance konnten etwa Remscheids CDU-Chef Jens Nettekoven, SPD-Vorsitzende Christine Krupp, FDP-Chef Torben Clever und Frank vom Scheidt, Kreisverbandssprecher der Remscheider Grünen nutzen, die der Einladung gefolgt waren. Die Verwaltung wurde durch Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke repräsentiert.

Bei seiner Begrüßung widmete sich Dr. Jankowski einer Lagebewertung und den aktuellen Herausforderungen der bergischen Wirtschaft. „Wir verzeichnen einen Zuwachs an Mitarbeitern in Betrieben bei gleichbleibender Anzahl von Mitgliedern unseres Verbandes“, erklärte er mit Blick auf die Vereinigung, der rund 200 Arbeitgeber aus Remscheid, Radevormwald, Wermelskirchen und Hückeswagen angehören.

Der Verband steht ihnen beratend zur Seite. Dabei habe es zuletzt vielfältige Themen gegeben – von den Tarifregelungen zur Teilzeit und flexiblen Arbeitszeit über die neue Datenschutzverordnung bis hin zur „äußerst umstrittenen Entsenderichtlinie“, über die das EU-Parlament am 29. Mai abgestimmt hatte. „Mit der neuen Richtlinie wird jeder Arbeitgeber, dessen Arbeitnehmer zum Arbeiten eine EU-Grenze überqueren, dazu gezwungen, umfassende Einkommensvergleiche mit Tarif- und Entlohnungssystemen des Ziellandes durchzuführen.“

Zudem müsse er Nachweise mitgeben, dass die entsendeten Arbeitnehmer im Zielland nicht weniger verdienen würden als im Heimatland. In Zukunft müsse jeder Techniker eines Mittelständlers, der irgendwo in der EU eine dorthin verkaufte Maschine repariert, viele Bescheinigungen beschaffen und mitführen. Das sei insbesondere für kleine Unternehmen nicht leistbar.

Die Vorstandsarbeit sei im letzten Jahr von den Veränderungen beim Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie (BZI) geprägt gewesen. „Viele Grundstücksfragen im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau in zweistelliger Millionenhöhe mussten geklärt werden“, blickte Dr. Jankowski zurück. Das neue Haus „BZI-Q“ werde „hoffentlich nach Abschluss des Umbaus zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres“ dem Nachwuchs zur Verfügung stehen.

Im Anschluss an seine Ausführungen widmete sich Reinhard Karger dem Thema „Künstliche Intelligenz“. Anhand zahlreicher Beispiele machte er deutlich, wie sehr Computer und Roboter die Arbeitswelt zum Positiven verändern können.

Der Vorstand des Arbeitergeberverbands wird übrigens weiter von Dr. Jankowski und seinen Stellvertretern Michael Pott, Dr. Roman Diederichs, Markus Heynen und Alexander Holthaus angeführt. Vorstandsvorsitzender der Fachgruppe Metall ist nun Dr. Roman Diederichs, Vize ist Matthias Hoffmann.