Markus Kötter für selbstbewusstes Lennep

Remscheid: Markus Kötter für selbstbewusstes Lennep

Einen politischen Rundumschlag wagte Bezirksbürgermeister Markus Kötter beim Bürgerempfang in Lennep.

Selbstbewusst, aber gesprächsbereit präsentierte er sich politischen Gegnern und Freunden, Vertretern von Vereinen, Verbänden und Institutionen in der Klosterkirche. Bundestagsabgeordneter Jürgen Hardt war ebenso zum Empfang der Bezirksvertretung gekommen wie die Landtagsabgeordneten Jens Nettekoven und Sven Wolf und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz.

Das Balalaika Orchester "Druschba" hatte zur Eröffnung des Empfangs gespielt, bevor Markus Kötter den Blick auf die großen Lenneper Themen lenkte - wie das Designer Outlet Center (DOC). Die "bauvorbereitenden Maßnahmen laufen", erklärte Kötter, "das Interesse der Markenpartner ist groß". Und dann sprach er ganz direkt die 13 Kläger an, die gegen die Pläne Rechtsmittel eingelegt haben. "Ich habe Verständnis für die Menschen, die von dem Bau des DOC unmittelbar betroffen sind", betonte Kötter, "kein Verständnis kann ich dagegen für die Klage unserer Nachbarstadt Wuppertal aufbringen." "Kehren Sie zurück an den Verhandlungstisch", forderte Kötter die Nachbarn auf, "ziehen Sie die Klage gegen das DOC zurück."

Gleichzeitig machte er den Lennepern Mut: Die provokante Gegenwehr mache ablesbar, welche regionale Bedeutung das DOC entfalten werde. Allerdings müsse Lennep diese Chance auch ergreifen. "Deswegen brauchen wir ein Tourismuskonzept, das weit über die Grenzen hinaus geeignet ist, für uns zu werben", appellierte Kötter - und nahm auch die Pläne für die Aufwertung der Kölner Straße in den Blick.

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Die sei eng verbunden mit einem neuen Sicherheitsgefühl, das die Menschen in der Stadt dringend bräuchten: "Es darf keine Angsträume geben", betonte Markus Kötter. Deswegen müsse nicht nur die Zukunft der Polizeiwache in Lennep garantiert, sondern auch Beleuchtungskonzepte umgesetzt und "Ordnung und Sauberkeit" realisiert werden. Er wünsche sich eine Sicherheitspartnerschaft in Form eines Fördervereins, dem Remscheider Geschäftsleute, Bürgervereine, die Polizei und die Verwaltung angehören.

Ganz klar bezog Kötter Stellung gegen Rassismus, gegen die AfD und für Mut und Zivilcourage. "Braunes Gedankengut und Ausländerfeindlichkeit haben in unserer Stadt nichts zu suchen", betonte er. Gute Nachrichten hatte der Bezirksbürgermeister dann für die Baustelle an der Trecknase im Gepäck: In dieser Woche werde der Rückbau beginnen, danach könne der Blick nach vorne gerichtet werden, erklärte er und lud die Gäste anschließend zu Geselligkeit und Gesprächen ein.

(RP)