Remscheid: Markt hofft auf neuen Standort

Remscheid: Markt hofft auf neuen Standort

Einen Tag vor Ostern gehen im Landmarkt Kottsieper die Lichter aus. Zum Ausklang soll es ein Dankeschön-Fest für Kunden geben. Bisher haben die Inhaber noch keine Signale, ob es einen Neustart an anderer Stelle geben kann.

Lüttringhausen Wenn die Inhaber des Landmarktes Kottsieper in Obergarschagen mit Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein über einen möglichen Neustart verhandeln, beginnt in ihrem Laden bereits die letzte Verkaufswoche. Wie eine Nachfrage der BM beim Stadtplanungsamt ergab, wird dem Ehepaar Kottsieper beim anstehenden Gespräch ein "alternativer Standort in unmittelbarer Nähe zum Kauf angeboten".

Abschiedsparty für Kunden

Noch aber haben die Kottsiepers keine positiven Signale von derWirtschaftsförderung erhalten, ob und wie es mit dem Landmarkt an einem anderen Standort weitergehen könnte. Sie hoffen jedoch auf eine Lösung. Am Ostersamstag werden die Pforten geschlossen. "Wir wollen uns mit einer ,good bye Ei-Party' vorübergehend von unseren Kunden verabschieden", kündigten Susanne und Karl-Frieder Kottsieper an.

Ein Rückblick: Den 25 Mitarbeitern wurde bereits gekündigt, nachdem die Bauvoranfrage zur Errichtung eines neuen Standortes an der Lüttringhauser Straße von der Bauverwaltung negativ beschieden worden war. Wie berichtet, planten die Landwirte, dort einen Landmarkt-Pavillon zu errichten und gleich daneben auf den eigenen Nutzflächen Obst anzubauen – Landwirtschaft zum Anfassen.

Aber die zusätzliche Nutzung der Zufahrt durch Kunden muss die Obere Straßenbaubehörde genehmigen. Mehr Verkehr beeinträchtige "die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs", erklärt Thomas Frohn von Straßen NRW. Der neue Autobahnanschluss habe zu einer Zunahme des Verkehrs auf der Landesstraße geführt, dessen Fluss gewährleistet sein müsse.

Diesen Einwand kann Karl-Frieder Kottsieper nicht nachvollziehen. Die Behörden störe es auch nicht, dass beispielsweise in der Erdbeersaison viele Autofahrer am Verkaufsbüdchen ein- und ausscheren oder gewagt wenden. Im Übrigen gebe es in Burscheid und Opladen solche Landmärkte und Bauernscheunen an stark befahrenen Straßen. Mit einer Standortverlagerung versucht das Ehepaar Kottsieper, das Konzept Landmarkt kombiniert mit Landwirtschaft zu retten. Die versteckte Lage und Konkurrenz durch fliegende Obst- und Gemüse-Händler an der Lüttringhauser Straße hätten dazu geführt, dass die Gewinnzone nie erreicht wurde. Darüber mögen die Besucherzahlen hinwegtäuschen, die bei Events erreicht wurden. Viele Kunden reagierten enttäuscht, dass es bisher keine Lösung gibt.

(RP)