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Lunita ist das erste Remscheider Baby des Jahres 2019

Sana-Klinikum : Lunita ist das erste Remscheider Baby des Jahres 2019

Zwei Geburten binnen einer Stunde: Kurz nach Mitternacht herrschte in der Neujahrsnacht im Kreißsaal reger Betrieb.

Das ist rekordverdächtig und eine Punktlandung: Das neue Jahr war gerade zehn Minuten jung, da gab es im Sana bereits den ersten Nachwuchs. Das Baby wiegt 3240 Gramm, ist 49,5 Zentimeter groß und heißt Lunita, italiniesch für: der kleine Mond. Stolze Mama des kleinen Mädchens ist Kimberly Seminatore. Die 19-jährige Bäckereifachverkäuferin aus Remscheid erlebte eine unkomplizierte Geburt, die um Mitternacht nicht viel länger als zehn Minuten dauerte. Es war ein im doppelten Sinne bemerkenswerter Jahresauftakt: Denn die Entbindung fand in „Luna“ statt, einem der drei Kreißsäle im zweiten Stocks des Klinikums an der Burger Straße.

Für die Geburtshelfer im Sana blieb keine Zeit zum Durchatmen. Auf Lunita folgte Lukas. Die Nummer zwei ließ nicht lange auf sich warten. Um 0.47 Uhr kam der erste Junge 2019 zur Welt. Wie für Kimberly Seminatore ist es auch für Simone Schüller ihr erstes Kind. Die 25-jährige Pflegehelferin stammt mit ihrem Mann Kevin aus Monheim. Sie sind seit April verheiratet und vor zwei Monaten nach Remscheid gezogen.

Der rasante Auftakt 2019 in der Entbindungsstation knüpft an das vergangene Jahr an. Zwar gab es am Silvestertag im Sana keine Geburten, aber an den 364 Tagen davor stehen in der Statistik 1354 Geburten mit 1375 Kindern, darunter also 21 Zwillingen. Für das Remscheider Klinikum ist das ein Topwert. Zwar gab es 2016 ein etwas geburtenstärkeres Jahr mit 1386 Entbindungen. „Das war aber auch ein Jahr, in dem wir uns um fast 30 Prozent gegenüber 2015 gesteigert haben“, erinnert sich Thomas Büsser.

Für den leitenden Oberarzt haben die extrem gestiegenen Zahlen, die 2014 noch nicht vierstellig waren, mehrere Gründe. „Zum einen nimmt der lebensbejahende Trend zum Kind und zu größeren Familien wieder zu“, erklärte der Gynäkologe unlängst. Andererseits sorgen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland dafür, dass Kinder nicht als Kostenfaktor begriffen werden, den man sich aufgrund des Einkommens nicht leisten will. Auch die Schließung der Entbindungsstation im Wermelskirchener Krankenhaus 2016 ließ viele werdende Mütter ins nahegelegene Remscheid ausweichen, beobachtete Büsser.