Remscheid Lenneper Politik sagt Ja zum DOC-Kaufvertrag

Remscheid · Die Bezirksvertretung von Lennep hat am Donnerstagabend mit einer klaren Mehrheit an den Rat die Empfehlung ausgesprochen, die Grundstücke rund um das Stadion Lennep an den Investor McArthur Glen für 15 Millionen Euro zu verkaufen.

 Erstmals hat die Stadt gestern Fotos von einem Modell des Lenneper DOC gezeigt. Dies ist die Draufsicht aus Richtung der Lenneper "Neustadt". Einige Punkte zur besseren Orientierung in dem etwas kontrastlosen Modell: Die bügeleisenförmige Fläche in der Mitte stellt das DOC dar. Die von Bäumen gesäumte Straße ist die Straße AM Stadion. ¨ ist der Übergang vom DOC zur Altstadt. Bei € ist der integrierte Turm des alten Feuerwehrgebäudes zu erkennen. Bei Æ mündet die Wupperstraße in die Straße Am Stadion. Ø ist das Parkhaus auf dem alten Kirmesplatz, ¦ die Kreuzung Ring- / Rader Straße. ± ist das Einkaufszentrum an der Wupperstraße.

Erstmals hat die Stadt gestern Fotos von einem Modell des Lenneper DOC gezeigt. Dies ist die Draufsicht aus Richtung der Lenneper "Neustadt". Einige Punkte zur besseren Orientierung in dem etwas kontrastlosen Modell: Die bügeleisenförmige Fläche in der Mitte stellt das DOC dar. Die von Bäumen gesäumte Straße ist die Straße AM Stadion. ¨ ist der Übergang vom DOC zur Altstadt. Bei € ist der integrierte Turm des alten Feuerwehrgebäudes zu erkennen. Bei Æ mündet die Wupperstraße in die Straße Am Stadion. Ø ist das Parkhaus auf dem alten Kirmesplatz, ¦ die Kreuzung Ring- / Rader Straße. ± ist das Einkaufszentrum an der Wupperstraße.

Foto: Stadt

Die entscheidende Sitzung des Rates findet am 12. Dezember statt. Außerdem zeigte sich die Mehrheit der Bezirksvertreter mit den Konsequenzen aus diesem Verkauf für eine Designer-Outlet-Center einverstanden. Dazu zählt der Bau einer neuen Sportstätte auf dem Hackenberg, die Verlagerung der Grundschule am Stadion, die Aufgabe der alten Feuerwache Lennep sowie die Wahl von neuen Standorten für die Kirmes und für die Brauchtumsfeste.

 Voll besetzte Besucherränge gestern in der Freiherr-vom-Stein-Schule: DOC-Gegner und -Befürworter waren zur BV-Sitzung gekommen. Hier werden sie von Dieter Rohrweck begrüßt. An den Tischen sitzen die Bezirksvertreter.

Voll besetzte Besucherränge gestern in der Freiherr-vom-Stein-Schule: DOC-Gegner und -Befürworter waren zur BV-Sitzung gekommen. Hier werden sie von Dieter Rohrweck begrüßt. An den Tischen sitzen die Bezirksvertreter.

Foto: Hertgen

Die Sitzung in der Aula der Freiherr-vom-Stein-Schule verfolgten zahlreiche Bürger. Mal mit Applaus, mal mit kritischen Bemerkungen. Bezirksbürgermeister Heinz Dieter Rohrweck gab den Besucher Gelegenheit, Fragen an die Politiker und Stadtplanerin Sigrid Burkhart zu stellen. Dabei galt dem Lärmschutz und dem Verkehr ein besonderes Interesse. Eine Bewohnerin an der Ringstraße schilderte ihre Situation. Schon heute liege ihre Wohnung auf einer Lärmschutzkarte in der Nähe eines fast roten Bereichs. "Wer schützt mich vor dem Lärm, wenn die Besucher kommen und die Laster der Anlieferer nachts über die Straßen rollen?", fragte sie.

Burkhard verwies auf das Verkehrs- und Lärmschutzgutachten, das erst Ende Januar fertig sein soll. Sie versicherte, es werde nichts schön gerechnet. Der Gutachter habe die Aufgabe, die möglichen Höchstbelastungen für jede Straße zu ermitteln. "Wenn dort Grenzwerte überschritten werden und wir den Konflikt nicht lösen können, dann ist das Verfahren beendet und das DOC auch", sagte Burghart. Bei der Aufstellung des Bebauungsplans gebe es ein Risiko. Das größere Risiko sei aber, dass die Altstadt in Lennep von der Bildfläche verschwindet, wenn das DOC nicht gebaut werde.

Burghart versuchte auch Kritiker zu beruhigen, mit dem Kaufvertrag habe man sich unwiderruflich in die Hände des Investors begeben und könne nicht ohne Schaden von dem Kaufvertrag zurücktreten. "Lesen sie genau, was sie da vereinbart haben", sagte ein Besucher.

Die Stadtplanerin versuchte die Bedenken mit dem Hinweis zu entkräften, die Entscheidung des Rates habe nur "aufschiebende Bindung". Es werde eine Absichtserklärung formuliert. Erst wenn der Rat den Bebauungsplan verabschiedet, sei der Kaufvertrag bindend. "Der Herr des Verfahrens ist der Rat", sagte Burkhard. Sie forderte die Bürger auf, ihre Anregungen, Bedenken und Kritik einzubringen, wenn der Bebauungsplan nächstes Jahr vorliege. Alles werde aufgenommen und geprüft. Ob das DOC in Lennep durch die Planung von Centern in Duisburg und Werl gefährdet sei?, lautete eine weitere Publikumsfrage. Die Stadtplanerin verneinte: Duisburg liege nicht in dem Einzugsgebiet, und Werl werde wohl nicht genehmigt werden.

(RP)