Lenneper Großbaustelle liegt im Zeitplan

Kreuzung in Remscheid : Lenneper Großbaustelle liegt im Zeitplan

Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) hatte die Bezirksvertretung Lennep zu einem Baustellenbesuch der Kreuzung Ringstraße / Rader Straße eingeladen. Arbeiten kommen gut voran, Kosten sind im geplanten Rahmen.

Der im Juni gestartete Umbau der Kreuzung Ringstraße / Rader Straße in Lennep macht gute Fortschritte. Davon konnten sich am späten Mittwochnachmittag Mitglieder der Bezirksvertretung Lennep bei einem Baustellenbesuch überzeugen. Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) hatte dazu eingeladen. „Wir liegen im Zeitplan“, sagte Michael Zirngiebl, Leiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR). Auch die Kosten seien im geplanten Rahmen. Nach Anlaufproblemen am Starttag funktioniere die Verkehrsführung in der Baustelle gut. Es habe wenig Beschwerden gegeben, er werte das als Zeichen der Zufriedenheit, sagte Zirngiebl.

Dass pünktlich zum Start des Rundgangs Regen einsetzte, bescherte der Gruppe einen Vorführeffekt. Auf der für insgesamt sechs Fahrspuren aufgeweiteten Straßenfläche lief das Wasser dank eingebauter leichter Neigung wie gewünscht in die Sinkkästen an den Straßenrändern ab.

Mit GPS-Technik werden die Bagger und großen Teermaschinen aus erhöhter Position mit einem Signal bei ihrer Arbeit geleitet, um die benötigten Maße exakt einzuhalten, erklärte Bauleiter Mathias Förster von der Firma Dohrmann. Wie an der Baustelle Trecknase ist sie Partner der Stadt bei diesem Millionen-Projekt.

Ab Montag, 14. Oktober, müssen sich die Verkehrsteilnehmer auf leichte Veränderungen im Kreuzungsbereich einstellen. Für Arbeiten an Gas- und Wasserleitungen richten die TBR am Wochenende eine „Baustelleninsel“ mitten in der Kreuzung ein. Die Fahrbeziehungen bleiben erhalten, die Spuren verlaufen aber verändert. Zum Teil wird dafür schon die neue Fahrbahn genutzt. Weil am Sonntag noch nicht alle neuen Markierungen geklebt sein werden, bittet die Stadt am Wochenende um besondere Vorsicht beim Befahren der Baustelle.

Sechs Wochen soll die „Insel“ bleiben. Sie dient als Zwischenschritt, bevor die zweite große Bauphase auf der der Stadt Radevormwald zugeneigten Seite der Kreuzung beginnt, erklärte Zirngiebl. Durch Umstellungen in den Abläufen werde man die im kommenden Jahr anstehende Bauphase, in der die Rader Straße komplett gesperrt wird, kürzer halten können. Die dafür ins Auge gefasste Umleitung über Durchsholz wolle man, wenn möglich, vermeiden, sie sei aber noch nicht vom Tisch, sagte Zirngiebl. Man sei in Gesprächen mit den Anwohnern.

Verbessert hat sich bereits die Situation für die Fußgänger. Die Gehwege im großen Baustellenbereich sind weitestgehend fertiggestellt und können benutzt werden. Umwege fallen weg. Die Sperrungen und Umleitungen für den Autoverkehr im Bereich um die Baustelle werden dagegen erst einmal bleiben. Einzig die Anlieger der Brehmstraße können bald wieder in ihr Wohngebiet einfahren.

Arbeiten für die Zufahrt in das in diesem Bereich geplante Parkhaus für das Designer-Outlet-Center hätten noch nicht begonnen und seien auch nicht Teil des Bauprojekts, betonte Zirngiebl.

So sieht die neue Fahrspur Richtung Trecknase aus. Foto: Henning Röser

In seinem Bericht lenkte der TBR-Chef das Augenmerk auch auf die aufwendige Abstimmung mit den Versorgungsunternehmen, die für das Gelingen des Projekts sehr wichtig ist. An vielen Stellen im Untergrund der Kreuzung liegen Versorgungskabel für Strom, Telefon, Internet und Fernsehen. Oft an Punkten, wo sie laut Plänen gar nicht sein dürften. Da Firmen wie Unitymedia oder die Telekom ihre Kunden acht Wochen im Voraus informieren wollen, bevor sie mit Arbeiten beginnen, sei eine gute Planung der Abläufe nötig. Im Baucontainer auf dem Kirmesplatz sitzt man darum zu diesem Thema regelmäßig in großer Runde zusammen, berichtete Baustellen-Koordinator Gunter Breidbach von den TBR.