1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Lennep: Vorverkauf fürs Weinfest beginnt

Lenneper Altstadt : Vorverkauf fürs Weinfest beginnt

Der Eintritt für das Sommer- und Winzerfest der Lenneper Karnevalsgesellschaft vom 2. bis 4. August kostet drei Euro. Die Regelung mit Eintrittskarten hat sich bewährt. Zwölf Winzer kommen mit ihren Erzeugnissen in die Altstadt.

Der Kartenverkauf für das Sommer- und Winzerfest der Lenneper Karnevalsgesellschaft wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Er hat sich nach Angaben von Gunther Brockmann, Vorsitzender der LKG, im vorigen Jahr vollends bewährt. Die 2800 Karten für den Freitag und die 2800 Karten für den Samstag waren innerhalb von zehn Tagen ausverkauft. „Keiner hat sich darüber beschwert, dass er drei Euro Eintritt zahlen muss“, sagte Tobias Riemann, in dessen Restaurant an der Kölner Straße ein Kontingent liegt. Mit der Lösung zeigt sich die LKG zufrieden, denn der Kartenverkauf sichert auch die Basis für den Rosenmontagszug. Wer in der Altstadt ein Glas Wein beim Sommerfest im August trinkt, unterstützt den Karneval im Februar. Zwölf Winzer kommen in diesem Jahr.

Vor einem Jahr sah es düsterer aus. Der gemeinnützige Verein verzeichnete ein Defizit. Nicht weil der Vorstand schlecht gewirtschaftet hatte, sondern weil die LKG zum Opfer ihrer immer erfolgreicher gewordenen Veranstaltung wurde. Vor elf Jahren, als die Karnevalisten das Management übernahmen, galt das Weinfest als eine kuschelige Veranstaltung. 1200 Menschen trafen sich am Freitag zu Eröffnung. Inzwischen haben sich die Besucherzahlen pro Tag mehr als verdoppelt. Aber die Auflagen nahmen ebenfalls zu. Die LKG zahlt für den Sicherheitsdienst etwa 12.000 Euro. „25 Sicherheitskräfte sind unterwegs und unsere eigenen Leute“, sagte Brockmann. Die Feuerwehr und die Mitarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz arbeiten auch nicht umsonst.

  • Das Lenneper Weinfest 2018 auf dem
    Lennep : LKG: Regeln für Weinfest bleiben
  • Gutes Wetter, weniger Gedränge: Die Organisatoren
    Lenneper Weinfest : Brockmann zufrieden mit dem Konzept
  • Cosma Coelho schenkt auf dem Alten
    Lennep : Weinfest: LKG will an dem Konzept festhalten

Der Verkauf der Karten qualifiziert das Fest zu einer geschlossenen Veranstaltung. Die Zeiten sind nun endgültig vorbei, in denen Besucher Schlange stehen müssen und darauf hoffen, dass Gäste das Fest verlassen, damit sie nachrücken können. Neu in diesem Jahr ist die Regel, dass Besucher, die zunächst keine Karte gekauft haben, die Altstadt erst dann betreten dürfen, wenn Gäste das Weinfest verlassen und ihr Bändchen abgegeben haben. Diese Regelung gilt bis 22 Uhr. Die LKG ist gehalten, peinlich genau die zulässige Anzahl von maximal 3000 Gästen aus Sicherheitsgründen einzuhalten. Zweite Neuerung in diesem Jahr: Am Samstag gibt es zwischen 15 Uhr und 17 Uhr einen Zeitpuffer, in dem auch Gäste ohne Karten Einlass haben. Damit wollen die Veranstalter vor allem älteren Personen entgegen kommen, die nur mal kurz vorbeischauen wollen. Ab 17 Uhr kontrollieren Ordnungskräfte die Reihen und bitten die Gäste ohne Bändchen, das Fest zu verlassen. „Wer um 16.50 Uhr noch eine Flasche Wein bestellt, der muss diese Zuhause weiter trinken“, sagte Brockmann.

Für Weintrinker war der Sommer im vorigen Jahr zu heiß. Das haben auch die Winzer gemerkt. Brockmann berichtete von Klagen über zu wenige Einnahmen. Doch das seien Klagen auf sehr hohem Niveau. 2017 gilt als das bisher wirtschaftlich erfolgreichste Jahr. Brockmann hat alle Winzer gefragt, ob sie wiederkommen wollen. Als erstes hätten sich die größten Nörgler wieder angemeldet. Der LKG-Vorsitzende verwies auf eine lange Warteliste von Interessenten, die gerne in Lennep Wein verkaufen wollen.

Vor der Gaststätte „König von Preußen“ steht wieder ein Bierstand. Der gehöre dazu, damit auch Männer ihre Frauen begleiten können, die nicht zu den Weinliebhabern zählen.