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Remscheid: "Lennep strahlt in die Welt" beim Rosenmontagszug

Remscheid : "Lennep strahlt in die Welt" beim Rosenmontagszug

Südsee-Schönheiten und Clowns, Muskelpakete und Piraten, kleine Eisbärchen und ein Vaillant-Häschen zauberten gestern ein Lachen auf die Gesichter der insgesamt 30 000 Zuschauer: Der Lenneper Rosenmontagszug tauchte den Stadtteil in ein fröhliches Licht.

Viel bunte Farbe brachten die Narren gestern auf Lenneps grauen Straßenasphalt: Mit fantasievollen Kostümen, jecker Musik und jeder Menge Kamelle zauberten die Teilnehmer des Rosenmontagszuges allerorts ein Lachen auf die Gesichter ihrer Zuschauer.

Die Polizei schätzt die Zahl der Besucher auf rund 30 000. Sie harrten selbst dann noch schunkelnd und singend am Straßenrand aus, als ein Schneeschauer über ihre Köpfe hinwegzog und den Aufenthalt im Freien ungemütlich machte. Wohl dem, der sich warm angezogen hatte: Ganzkörperkostüme, die ihre Träger in pelzige Frösche, Tiger oder Eisbären verwandeln, waren vor allem für die Kleinkinder sehr beliebt. Die Erwachsenen hingegen verkleideten sich als Cowboys, Mexikaner, Clowns oder Piraten - kaum einer kam ohne Kostüm.

Dem Publikum bot der diesjährige Rosenmontagszug ein fröhliches Bild. So zauberten die Jugendlichen des Jugendzentrums "Die Welle" mit blauen Blütenkränzen und bunten Baströcken Südsee-Flair ins Bergische. Die gut gelaunte Besatzung des BM-Doppeldecker-Busses animierte die jecke Menge immer wieder zu "Helau"-Rufen. Einen Gruß aus Wuppertal überbrachte die Gruppe "2te Barmen", die das diesjährige Motto des Lenneper Rosenmontagszuges, "Lennep strahlt in die Welt", aufnahm und als "Strahlemann und Söhne" durch die Straßen zogen. Das Besondere daran: Es handelte sich um Mitarbeiter der Wuppertaler Stadtverwaltung. "Der Wuppertaler Rosenmontagszug ist nicht so berühmt, daher ziehen wir hier mit", erläuterte Marcel Betz, der bei der Wuppertaler Feuerwehr arbeitet. Gleich doppelten Grund zum Feiern hatten gestern Tina Kamper und Claudia Hecht, die beide ihren 50. Geburtstag hatten und zum Zug, als alte Damen kostümiert, noch weitere Narren aus dem "Freundeskreis Honsberg" mitnahmen.

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Nur zwei der insgesamt 24 Gruppen widmeten sich lokalpolitischen Themen: Die Lenneper Turngemeinde schlug für die baureife Knusthöhe kurzerhand ein Atomkraftwerk (AKW) vor. Und die Blau-Weißen Jungs aus Bergisch Born befürchten den Bau der geplanten Umgehungsstraße B 51n bereits auf den "Sankt Nimmerleinstag" verschoben. Das aber vermochte die gute Laune der Narren nicht zu dämpfen: Lachend und singend verteilten sie Strüßjer unters Volk.

Überhaupt kamen die Naschkatzen unter den Zuschauern wieder voll auf ihre Kosten: Es hagelte Kamelle, Popcorn, Gummibärchen und Schokolade, außerdem verschenkten die Jecken Spielzeug, Plüschtiere und auch so manches wärmende Schnäpschen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Rosenmontagszug 2012 in Lennep

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