1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Lennep: Stadt beseitigt Wildwuchs im Röntgen-Stadion

Arbeiten in Lennep : Stadt beseitigt Wildwuchs im Röntgen-Stadion

Bäume und Sträucher hatten dazu geführt, dass Menschen die Tribüne des Lenneper Röntgen-Stadions als Müllkippe benutzten. Auch die sogenannte VIP-Baracke des FC Remscheid erhielt eine kleine Frischzellenkur – eine neue Heizung wurde eingebaut.

In wenigen Wochen soll eine wichtige Weichenstellung für die Erweiterung der Sportanlage Hackenberg erfolgen. „Wir erwarten die Baugenehmigung“, sagt der zuständige Fachdienstleiter Martin Sternkopf. Das aber heißt nicht, dass dann die Bagger anrollen. Zunächst muss das nötige Geld für das Projekt eingegangen sein. Es wird von Investor McArthurGlen erwartet, der auch auf dem Gelände des Röntgen-Stadions sein Outlet-Center (DOC) bauen will. Die Anlage in Hackenberg soll für das Stadion den Ersatz liefern und 1550 Zuschauern Platz bieten. Dort würde dann neben der SG Hackenberg der FC Remscheid seine Heimstätte haben.

Ob es zu all dem kommt, hängt davon ab, wie die Richter im Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster urteilen. Denn nach wie vor müssen sie sich mit rechtlichen Schritten von privater Seite befassen, die sich gegen das Großprojekt richten. Sollte der zehnte Senat am OVG die Rechtmäßigkeit des geplanten Centers mit seinen 120 Geschäften und sechs Restaurants feststellen, kann es in Hackenberg losgehen. „Wir müssen dann die Baugenehmigung quasi nur aus der Schublade holen“, sagt Sternkopf. Es folgt die Ausschreibung, an der sich interessierte Baufirmen mit ihren Angeboten beteiligen können – und dann die Umsetzung der Hackenberger Pläne. Sternkopf rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren.

In der Zwischenzeit müsse die dort beheimatete SGH ihr Domizil fürs Training nicht verlassen. „Wir haben die Bauabschnitte so geordnet, dass immer Teile der Anlage zur Verfügung stehen.“ Der FCR könnte derweil „zu seinen Wurzeln zurückkehren“ und auf dem Jahnplatz in Lüttringhausen kicken, bis die Erweiterung in Hackenberg abgeschlossen ist. Parallel dazu schlägt die Abrissbirne im Röntgen-Stadion zu, das dem DOC weichen soll.

Umso überraschter zeigten sich Beobachter der Fußballszene, dass dort zuletzt die Südtribüne von Bäumen und Sträuchern befreit wurde. „Das sah schlicht und ergreifend hässlich aus. Vor allem führte der Wildwuchs dazu, dass die Leute da Müll hingeworfen haben. Da kam immer mehr hinzu“, sagt Sternkopf. Und: Nicht zuletzt gehe es um Gefahrenabwehr. „Gerade bei Sturm drohten Äste abzubrechen.“ Auch die sogenannte VIP-Baracke des FCR erhielt eine kleine Frischzellenkur – eine neue Heizung wurde eingebaut. „Da lag ein Schaden vor. Wir müssen die Anlage ja betriebsfähig halten“, erklärt Sternkopf.

Über den Einsatz der Stadt freut sich der Geschäftsführer und 2. Vorsitzende des Vereins Thorsten Greuling. „Da war es schon recht zugig“, sagt er mit Blick auf die Zustände im kleinen Vereinsheim.