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Lennep feiert Altstadtfest mit tausenden Besuchern

Drei-Tage-Event : Lennep feiert Altstadtfest mit tausenden Besuchern

Trödel, Sport und Musik – drei Tage lang feierten die Lenneper sich und ihr Kleinod rund um den Alten Markt.

Ausnahmezustand in Lennep: Das Altstadtfest am Wochenende, mit Straßentrödel, Karussell, Schlemmerbuden und ordentlichem Tanz- und Musikprogramm auf der Bühne sorgte für eine nahezu ungebrochen starke Frequentierung während der drei Festtage. Ein großartiges Fest für Lenneper und zahlreiche Auswärtige.

Freitagabend im Herzen der Röntgenstadt: Die Lichter der Bühne und des gegenüberstehenden Kinderkarussells, sowie die Lämpchen des „Süßen Schlosses“, an dem süße Lebkuchenherzen, gebrannte Mandeln und Popcorn verkauft werden, sorgen für gemütliche Stimmung in der Abenddämmerung. Der Duft von gegrillten Bratwürsten und gebratenem Fisch mischt sich in der Luft. Die Menschen stehen beisammen, trinken und essen, sie tanzen zur Live Musik und haben eine gute Zeit. Das Altstadtfest hat endlich wieder begonnen und wird zum Treff- und Anziehungspunkt für Lenneper und Besucher der gesamten Region.

Dichtgedrängt: In der Berliner Straße schoben sich am Samstag die Menschenmassen am Trödel vorbei. Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Am Samstagmittag treffen sich die Frühaufsteher im Ort: Wie ein Schwarm Fische tummeln sich zahlreiche Besucher in den engen Gassen. Zwischen den bergischen Fachwerkhäusern auf den gepflasterten Wegen säumen Straßentrödler die Passagen der Röntgenstadt. Die ganze Welt scheint unterwegs zu sein. Zwischen Klimbim und ausgemisteten Hausrat schlummern kleinere Schätze und Sammlerstücke. Für Heimatverliebte sind Malereien mit lokalen Wahrzeichen, wie etwa dem Lenneper Kirchenturm, im Sortiment. Es wird gefeilscht und gefachsimpelt. Alte Bekannte begrüßen sich von beiden Seiten des Trödeltisches, sie kommen ins Gespräch.

Auf der Altstadtbühne wird ein sportliches Mitmach-Programm angeboten: Zumba-Training für alle. Die kleinen Cafés füllen sich mit Gästen, die Außengastronomie komplettiert das Bild vor der idyllischen Kulisse. „Wie schön unsere Altstadt wirkt, wenn Leute die Straßen beleben“, sagt eine Lenneperin mittleren Alters und seufzt voller Zufriedenheit.

Am Nachmittag mischen sich die Trödelfans mit Freunden der Geselligkeit: Unter den Gästen sind Wolfgang und Esther Finke aus Radevormwald. Nicht zum ersten Mal besuchen sie das Altstadtfest. „Wir kommen regelmäßig, wenn in der Altstadt was los ist“, sagt der 62-Jährige. Seine Frau Esther findet das Ambiente schön: „Hier scheinen sich alle zu kennen, man spürt die Verbundenheit.“

Als der Abend anbricht, wird es voller auf dem Alter Markt: Die Nachwuchstruppe der „Hanky Pankies“ und Marco Salles und seine Band sorgen für die musikalische Untermalung. Feurig wird es mit Salles bei Sonnenuntergang. Er bringt lateinamerikanische Salsa-Klänge mit, die das bergische Gemüt bewegen. Nachbarn und „alte Bekannte“ finden sich wieder, sie begrüßen sich herzlich, besorgen sich ein Bier und eine Bratwurst, ehe das Gespräch fortgesetzt wird. Es wird ein langer Abend – und eine kurze Nacht für diejenigen, die während des Altstadtfestes arbeiten.

Am Sonntag geht es schon um 10 Uhr weiter: Ein Gottesdienst, gefolgt von sportlichen Präsentationen der Lenneper Turngemeinde. Auch die Einzelhändler dürfen ihre Geschäfte öffnen und nutzen den Besucherstrom, den das Fest in die Altstadt spült, um sich zu präsentieren.

Das Fazit nach drei tollen Tagen: Es war ein gelungenes Altstadtfest. Und das nicht zuletzt, weil die Polizei rund um den Drei-Tage-Event keine besonderen Vorkommnisse meldet. Streifenbeamte zeigten an allen Tagen Präsenz. Nach Auskunft der Beamten gab es auch an den Abenden „normales Geschehen“.