Kommentar: Lebenszeichen der Stadtteil-Politik

Kommentar: Lebenszeichen der Stadtteil-Politik

Die Entscheidung der neuen Ratsmehrheit, die Bezirksvertretungen nur noch alle zwei Monate tagen zu lassen, birgt die Gefahr, dass genau jene vier Gremien der Stadt, in denen Politik und Bürger sich noch am nächsten kommen, zunehmend aus dem Blickfeld geraten. Nicht umsonst stehen die Stadtteilparlamente auf der Streichliste der Oberbürgermeisterin. Möglich, dass sie 2014 sogar komplett abgeschafft werden. Ein Prüfauftrag dazu läuft.

Bis dahin ist allerdings noch viel Zeit, und Otto Mähler will sie nutzen. Sein Ansatz, die Bezirksvertretung aus dem Rathaus hinaus auf die Straße zu holen, ist erfrischend und könnte Vorbild sein auch für die anderen drei Vertretungen. Es gibt keinen Grund, warum die Stadtteilpolitiker nicht auch zwischen den Sitzungen aktiv werden können.

(RP)