Kunstprojekt in Remscheid zum Schutz von „Mutter Erde“

Fallschirme gestaltet : Kunstprojekt zum Schutz von „Mutter Erde“

Das „Mother Earth“-Kunstprojekt aus den USA, das zum Austausch über Nachhaltigkeit anregen soll, hat zwei engagierte Remscheiderinnen zusammengebracht.

(seg) Das „Mother Earth“-Kunstprojekt aus den USA, das zum Austausch über Nachhaltigkeit anregen soll, hat zwei engagierte Remscheiderinnen zusammengebracht: Stephanie Rigano und Ute Lennartz-Lembeck haben gemeinsam mit 20 Kindern und einigen Erwachsenen einen von weltweit über 1200 Fallschirmen gestaltet, die symbolisch für die Rettung der Welt stehen.

„Take care of the planet“ steht in großen, überwiegend rotfarbigen Lettern auf den blau gemalten Fallschirm, der eine Erdkugel darstellen soll. Ein blaues Meer und die Kontinente mittendrin, auf denen landestypische Tiere zu finden sind: die Pinguine in der Antarktis, die Eisbären in der Arktis, Elefanten und Giraffen in Afrika, Koalas in Australien und Alpakas in Südamerika. Eine schöne Welt, die allerdings – aufgrund des Klimawandels – in Gefahr ist. Das Projekt soll den Austausch fördern, sensibilisieren – und das weltweit.

In Remscheid beteiligen sich Ute Lennartz-Lembeck, künstlerisch und weltweit sozial engagiert über ihre Kunstschule Heimat und Stephanie Rigano, Diplom-Soziologin, Inhaberin der gleichnamigen Kaffee-Rösterei und Präsidenten des Vereins Aktion Kinderpläne. „Beim Sommerfest unserer Rösterei hatten wir uns getroffen und schnell gemerkt, dass wir ähnliche Interessen zur Weltverbesserung haben“, erzählt Rigano. Die Idee, mal etwas gemeinsam zu machen, war schnell geboren und Lennartz-Lembeck hatte auch gleich das passende Projekt im Kopf. „Das Projekt Mother Earth wurde 2015 als Recyclingprojekt von einer Künstlerfamilie aus den USA ins Leben gerufen“, erzählt die Kunstpädagogin.

Mittlerweile wurde die Initiative ausgeweitet. Auf sechs Kontinenten in 51 Ländern wurden bereits Fallschirme gestaltet. „Der Fallschirm ist eine Metapher mit der der Wunsch, die Welt an einen sicheren Ort zu bringen und ein Sicherheitsnetz zu bauen, Gestalt annimmt“, erklärt Lennartz-Lembeck. Von weltweit rund 1200 Fallschirmen ist dieser eine aus Remscheid Teil des Ganzen.

Ein zusätzlicher Hingucker des Remscheider Fallschirms sind die kleinen Kaffeebohnen, die die Künstlerin aus einem alten Wollpullover selbst genäht hat. Mit kleinen Klebestreifen versehen, platzierten die Kinder diese überall dort, wo Kaffee angebaut wird. Darüber wusste Stephanie Rigano zu erzählen. „Brasilien ist der größte Kaffeeproduzent der Welt, danach kommt Vietnam und dann Kolumbien.“ Wie wichtig auch hier der nachhaltige Anbau ist, vermittelte die Soziologin kindgerecht anhand von Beispielen aus ihrem eigenen Engagement. Weil sie etwa eine arme Bauernfamilie in Südamerika beim Anbau unterstützt, kann diese vom Kaffee leben - und wir ihn in Remscheid genießen.

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