Kultur: Freie Szene stellt sich vor

Kulturbörse in Remscheid : Kultur: Freie Szene stellt sich vor

Die dritte Kulturbörse in Remscheid findet am 12. und 13. September im Teo Otto Theater statt.

Auf diesen Termin haben sich die Vertreter der Freien Szene und das Teo Otto Theater verständigen können. Ob die Kulturbörse auch weiterhin Kulturbörse heißen wird, steht noch nicht fest.

Beim Treffen der Vertreter der Freien Szene zu einem Kulturdialog in der Stadtbücherei äußerten verschiedene Teilnehmer den Wunsch nach einer Namensänderung. Der Journalist Horst Kläuser schlug „Kulturkosmos“ vor. Die Künstlerin Katja Wickert von der Galerie „Ins Blaue“ sähe es gerne, wenn das Wort „Kultur“ in dem neuen Begriff nicht vorkommt, weil es abschreckende Wirkung habe. Bis zum nächsten Treffen sollen weitere Vorschläge für einen Namen gesammelt werden.

In jedem Fall wollen die Veranstalter den Eindruck vermeiden, die Kulturbörse sei nur für Leute gedacht, die etwas mit Kultur zu tun hätten. Im Gegenteil: Zur Zielgruppe gehören auch Menschen, die mit Kultur weniger vertraut sind oder von den Angeboten in der Stadt bisher nicht viel wussten. Doch wie erreicht man auf der inhaltlichen Ebene Menschen, die mit kulturellen Inhalten nichts anzufangen wissen? Um dieses Marketing- und Imageproblem zu lösen, soll sich die Kulturbörse nach außen öffnen. Nach den Vorstellungen von Sven Graf, künstlerischer Leiter des Teo Otto Theaters, beschränkt sich die Darstellung der Freien Szene nicht nur auf die beiden Stockwerke im Teo Otto Theater. Auch vor den Türen des Hauses soll etwas los sein. Zum Beispiel die Einladung zu einem Getränk, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Die Kulturbörse hat bisher zweimal stattgefunden. In den Jahren 2014 und 2016. Aus Sicht der Veranstalter jeweils mit Erfolg. Die Messe dient einem doppelten Zweck. Zum einen können sich Gruppen, Vereine und Kulturschaffende aller Art einem Publikum vorstellen. Zum anderen besteht bei der Börse die Möglichkeit, dass die Anbieter sich untereinander kennenlernen und vernetzen. Im Idealfall kommt es zu Kooperationen und gemeinsamen Projekten. So hat sich zum Beispiel das Westdeutsche Tourneetheater mit der Musik- und Kunstschule vor fünf Jahren bei der Börse zu gemeinsamen Aufführungen verabredet.

Auf der Internetseite der Stadt besteht nun erstmals für die Kulturschaffenden die Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen und auf ihre Homepages zu verlinken. Der digitale Kulturalmanach soll helfen, die Informationen der Akteure der Freien Szene bekannter zu machen.

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