1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Kommunalwahl in Remscheid mit Maske und Spuckschutz

Kommunalwahl in Remscheid : Wählen mit Maske und Spuckschutz

Klare Hygiene-Vorgaben gelten wegen der Corona-Pandemie auch im Wahllokal in der Naturschule Grund im Wahlbezirk 26. Masken-Verweigerer sind bis 15 Uhr nicht erschienen. Die Wahlbeteiligung ist bis dahin niedrig.

Die Naturschule Grund am Grunder Schulweg hat schon bei vielen Urnengängen als Wahllokal gedient. In diesem Jahr ist Einiges ein bisschen anders. Über einen Seiteneingang führt der Weg in den Klassenraum, wo die Wahlurne steht. Pfeile auf dem Boden zeigen die Richtung an. Verlassen wird das Gebäude durch eine andere Tür. So werden Begegnungen auf engem Raum vermeiden.

Die Hygiene-Vorgaben durch die Corona-Pandemie bestimmen auch das Bild im Wahlbüro. Wahlvorstand Cordula Post und ihre Wahlhelfer Eva Boer und Pascal Kuwa sitzen hinter hohen Spuckschutzwänden aus Plexiglas. Unten an der Scheibe ist ein kleiner Freiraum, durch den die Wahlbenachrichtigung geschoben werden kann und die Stimmzettel ausgegeben werden. Maximal fünf sind es an diesem Tag, an dem nicht nur der Oberbürgermeister oder die Oberbürgermeisterin sondern auch der Stadtrat, die Bezirksvertretungen, der Seniorenbeirat und der Integrationsrat gewählt werden.

Es gilt Maskenpflicht. Und alle bis auf einen der insgesamt 259 Remscheid die bis zu diesem Zeitpunkt kurz vor 15 Uhr ihre Stimme abgegeben haben, hat daran gedacht, einen Mund-Nasen-Schutz mitgebracht. Lediglich einmal musste vom Vorrat Gebrauch machen, den das Wahlamt der Stadt für diese Fall zur Verfügung gestellt hat.

Alle Wahllokale seien so ausgestattet worden, berichtet Jürgen Beckmann, der Leiter des Bürgeramtes. Desinfektionsmittel für die Hände ist vorhanden, ebenso eine höher konzentrierte Lösung, um die Oberflächen zu reinigen. Fürs Auszählen der Stimmen am Abend liegen Gummihandschuhe bereit.

Eingestimmt wurden die Teams auch auf die Möglichkeit, dass ein Wahlberechtigter sich weigert, im Wahllokal eine Maske aufzusetzen. In diesem Fall, so regelt es ein Erlass des Landes, darf der Wähler nicht nach Hause geschickt werden, erklärt Wahlleiterin Barbara Reul-Nocke. Vorgesehen ist, dass der Masken-Verweigerer abwarten muss, bis andere Bürger das Wahllokal verlassen haben. Dann kann er allein ohne Maske eintreten. Zum Glück sei das aber bisher nicht vorgekommen, sagt Cordula Post, die bisher an diesem Spätsommertag einen ungewohnt ruhigen Wahltag erlebt. Gerade mal 30 Prozent der 865 Wahlberechtigten in diesem Abschnitt des Wahlbezirks Kranen/Westen haben in den ersten sieben Stunden seit Öffnung des Wahllokals ihre Stimme abgeben. Das sei auch in andere Wahlbezirken so, sagt Reul-Nocke. Bislang sei die Wahlbeteiligung überraschend niedrig.

Gestartet war der Wahltag am Morgen ohne große Probleme. Für die wenigen Wahlhelfer, die nicht zum Dienst erschienen, konnte über die Reserveliste Ersatz besorgt werden., berichtet Beckmann. Die Wahlvorstände dagegen traten vollzählig ihren Dienst an. „Die sind schwerer zu ersetzen“, sagt Beckmann. Sie haben in vielen Fällen nicht nur die Unterlagen, sondern auch die Schlüssel zu den Wahllokalen.