Kommentar zum Verkehr in Remscheid: Autofahrer wird es schwerer haben

Kommentar zum Verkehr in Remscheid : Der Autofahrer wird es schwerer haben

In den Ohren von Menschen, die das Autofahren lieben, klingen die Nachrichten aus den Denkerschmieden für neue Mobilitätskonzepte bitter: Der Autofahrer soll es künftig schwerer haben. Das fängt beim Spritpreis an, geht über stets steigende Parkgebühren weiter und endet bei autofreien Innenstädten.

Mal eben mit dem Auto in die Stadt zum Einkaufen fahren. Über solche Gewohnheiten werden Schüler in 20 Jahren wahrscheinlich nur noch etwas in den Geschichtsbüchern lesen, unter der Überschrift „Leben vor der Mobilitätswende“. Auch wenn keiner genau weiß, wie der Verkehr in zehn Jahren aussehen wird – fest steht, so wie er jetzt rollt, darf er nicht mehr weiter rollen. Auch nicht in Remscheid. Es ist wahrlich kein Vergnügen, wenn man zwischen 15.30 und 17 Uhr gut 25 Minuten braucht, um von Lennep in die Innenstadt zu kommen, für eine Strecke von gut sieben Kilometern. Es wäre ein Gewinn an Lebensqualität, wenn sich die Situation auf den Straßen entspannen würde.

Das geht aber nur, wenn das Auto nicht mehr überall Vorrang hat, sondern andere Verkehrsmittel wie Bus, Bahn und auch das Fahrrad eine echte Alternative bieten. Das wird dauern. Und es bedarf mutiger und konsequenter Entscheidungen. Auch auf kommunaler Ebene.

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