Kita und Grundschule in Remscheid: Neuenkamp soll bleiben

Sportpolitik in Remscheid : Kita und Grundschule wollen Neuenkamp erhalten

Die Kita Ahörnchen und die Schulpflegschaft der Walther-Hartmann-Grundschule unterstützen den Sportverein BV 10 Remscheid im Kampf um den Erhalt des Sportplatzes Neuenkamp.

Kurz vor der vielleicht entscheidenden Sitzung des Sportausschusses, in der morgen die Zukunft des Platzes beraten wird, betonte Elke El-Ghorchi als Vorsitzende der Schulpflegschaft der Grundschule am Montag bei einem Ortstermin, wie wichtig, der Platz für die Schüler sei. In Absprache mit dem BV 10 als Pächter werde der Platz sowohl für den Schulsport als auch für das Nachmittagsprogramm der Offenen Ganztagsgrundschule genutzt. Der Platz liege ideal, weil er für Lehrer, Betreuer und Kinder in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar sei, ohne dass eine Straße überquert werden müsse. Sicherer gehe es nicht.

Mitgebracht zum Termin hatte sie ein Plakat mit dem Motto „Der Sportplatz soll bleiben“. Gold wert „für den Bewegungsdrang“ der Kita-Kinder sei die Sportanlage, betont Maurien Heinz, pädagogische Leiterin der in Elterninitiative betriebenen Kita Ahörnchen, die ebenfalls nur wenige Gehminuten vom Platz entfernt liegt. „Wo sollen Kinder hin? Zum BV 10, da macht es Sinn“ stand in Reimform auf ihrem Plakat. Wie gut die Zusammenarbeit läuft, zeige die aktuelle F-Jugend des BV 10, sagte Maurien Heinz. Sie besteht komplett aus ehemaligen Kita-Kindern.

Sollte die Politik sich für die Umwandlung des Sportplatzes in eine Kunstrasenanlage aussprechen, hofft BV 10-Geschäftsführer Berthold Fahl auf weiteren Zulauf. Der Aschenboden halte so manches Elternteil davon ab, die Kinder anzumelden. Dabei sei der Einzugsbereich der Anlage groß, ginge hoch bis zum Neubaugebiet Hohenhagen, wo in den vergangenen Jahren viele neue Wohnungen entstanden seien. „Kinder gibt es hier mehr als genug“, sagt auch Maurien Heinz.

Dass die aktuell auf dem Tisch liegenden Gesamtkosten von
5,35 Millionen – von denen 3,63 Millionen Euro auf den Kaufpreis für die Anlage entfallen – deutlich zu hoch sind, räumt Fahl ein. Das könne die Politik nicht akzeptieren. Aber, „man nähert sich an“, sagt der Geschäftsführer und verweist auf Informationen vom RSV. Demnach könnte die Kaufpreisforderung des RSV am Ende bei rund einer Million Euro liegen. Wie berichtet, wollen SPD, Grüne, FDP und Wählergemeinschaft die Stadt beauftragen, eine neue sportliche Heimat für den BV 10 zu finden. Sie sehen „Kosten und Nutzen (...) in keinem vertretbaren Verhältnis“.

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