Kirsehir: Neuer Bürgermeister begrüßt Remscheider Gäste

Remscheid/Kirsehir : Neuer Bürgermeister begrüßt Remscheider Gäste

Erst seit 20 Tagen war der neue Bürgermeister von Remscheids türkischer Partnerstadt Kirsehir, Selahattin Ekiçioglu, im Amt. Er nahm sich aber dennoch Zeit für eine Besuchergruppe aus dem Bergischen.

Schüler des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums begleiten derzeit Hartmut Demski, den Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Lennep, der zugleich Vorsitzender des Freundschaftsvereins Remscheid / Kirsehir ist, auf seiner Reise in die zentralanatolische Stadt. Die Reise ist Teil des städtepartnerschaftlichen Austauschprogramms zwischen Remscheid und der Handelsmetropole, die rund 160 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Ankara liegt.

Neben sechs Schülern des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums sind eine Lehrerin und zwei weitere Mitglieder des Freundschaftsvereins mit in die Türkei gereist. „Wir haben in Remscheid Freundinnen aus der Türkei und würden gerne die Kultur und die Menschen des Landes besser kennenlernen“, sagten zwei 16 und 17 jahre alte Schülerinnen zu ihre Beweggründen, an der Reise teilzunehmen.

Für Hartmut Demski ist die Partnerschaftsarbeit eine wichtige Hilfe für das Zusammenleben auch in Remscheid: „In Kirsehir lerne ich manches besser zu verstehen und einzuordnen, was mir in Remscheid bei unseren türkischstämmigen Mitbürgern fremd erscheint.“

Kirsehirs neuer Bürgermeister Selahattin Ekiçioglu von der Oppositionspartei CHP hieß die Remscheider Gruppe zu Beginn ihres Besuches willkommen. Interessiert hörte er den Erklärungen der jungen Leute zu, warum sie sich auf die noch bis Freitag dauernde Reise gemacht haben. Auch Ibrahim Akin, der „Vali“ des Distrikts Kirsehir (vergleichbar mit dem Amt eines Landrates), nahm sich Zeit für ein Gespräch mit den Gästen.

Die Remscheider Jugendlichen leben in Gastfamilien in Kirsehir und besuchen ausgewählte Unterrichtsstunden, etwa in Deutsch und Englisch, einer befreundeten Schule. Ausflüge nach Ankara, und in die Weltkulturerbe-Region Kappadokien sowie nach Kayseri stehen ebenfalls auf dem Programm. Die Begegnung wird durch mehrere Remscheider Stiftungen gefördert.

Den Freundschaftsverein Remscheid-Kirsehir gibt es bereits seit 2008. Viele Remscheider Familien mit türkischer Herkunft kommen aus dieser Region. Seit Gründung des Vereins ist Superintendent Hartmut Demski der Vorsitzende. Der Verein war aus dem „Runden Tisch Migration“ hervorgegangen. Anfang April 2014 hat der Remscheider Stadtrat die bergisch-türkische Städtepartnerschaft beschlossen.

(red)
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