Kippergelände: Bau soll Anfang 2020 stehen

Baustelle in Remscheid : Kippergelände: Bau soll Anfang 2020 stehen

Auf dem ehemaligen Kippergelände gehen die Arbeiten voran. Am Freitag wurde ein Kran eingebaut.

20 Jahre lag das ehemalige Grundstück der Kipper-Brauerei an der Kipperstraße brach. Bis sich Stefan Grote, Inhaber der Firma Elektro-Technik-Grote, im Zuge der geplanten Erweiterung seines Betriebes daran erinnerte und das Grundstück erwarb. Der Spatenstich für den Neubau erfolgte im Januar 2019 in der Anwesenheit von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Inzwischen ist der Bau so weit gediehen, dass man erahnen kann, wie das Gebäude einmal aussehen wird.

In der Lagerhalle wurde am Freitagmorgen ein Kran eingebaut. Dr. Oliver Kempkes, geschäftsführender Gesellschafter der KULI-Hebezeuge – Helmut Kempkes GmbH, erläuterte die Eigenschaften des von seiner Firma gefertigten und gelieferten Krans, der vier Tonnen wiegt und für ein Hebegewicht von acht Tonnen ausgelegt ist. „Der Kran ist recht schnell“, sagt Dr. Kempkes. „Er hat eine Hebegeschwindigkeit von 6,3 Metern pro Minute, kann sich mit einer Geschwindigkeit von 36 Metern pro Minute fortbewegen und ist innerhalb der eigenen Bewegungsschiene mit 20 Metern pro Sekunde unterwegs. Das hört sich nicht schnell an, aber man bedenke, dass an diesem Kran zuweilen das Gewicht von vier schweren Geländewagen hängt.“ Die Herstellung eines solchen Krans erfolgt in einer zweistufigen Fertigung. Die gängigen und standardisierten Komponenten hat der Betrieb stets auf Lager. Die Endmontage wird dann im Baukastensystem nach den Wünschen des Kunden erledigt. Die Durchlaufzeit für einen Kran, wie ihn Elektro-Technik-Grote nun geliefert bekam, liegt bei ungefähr acht Wochen. „Der Transportweg war ja nun nicht weit“, sagt Dr. Kempkes lächelnd und deutet auf das kaum zwei Steinwürfe entfernt gelegene KULI-Werk.

Der Einbau gestaltete sich als filigrane Angelegenheit. Für die zukünftige Arbeit des Krans war es nötig, ihn hoch in der Lagerhalle zu montieren. Nach einigen Werkzeugwechseln ist es letztlich auch gelungen. Der Bau der neuen Lagerhalle und des Bürogebäudes wurde nicht nur durch den geplanten Einbau des Krans unterbrochen. Beim Bau des Bürogebäudes stieß man auf massiven Fels, was die Planungen etwas zurückgeworfen hat. Auch bei einem Trägerfundament gab es Probleme, als man auf einen alten Keller der Kipper-Brauerei stieß und sieben Meter in die Tiefe gehen musste, um das Fundament zu sichern.

Der Bau ist nun so weit fertiggestellt, dass der Kran ohne Behinderung eingebaut werden konnte. Nach dem Einbau geht es auch zügig daran, die Fassade und das Dach dichtzumachen. Stefan Grote geht davon aus, dass dies Ende November / Anfang Dezember der Fall sein wird. Danach wird der Innenausbau angegangen, der wetterunabhängig ist, wie Stefan Grote erleichtert betont. Der gesamte Bau soll Ende Januar / Anfang Februar fertig sein. „Wir haben den Spatenstich mit dem Oberbürgermeister durchgeführt, dann machen wir die Eröffnung selbstverständlich auch mit ihm“, sagt Stefan Grote.

Es ist ein nachhaltig geplanter Bau. Das komplette Dach der Lagerhalle wird mit Solar-Panellen ausgestattet und ist CO2-neutral. Die dadurch erzielte Energie verbraucht das Unternehmen etwa für die E-Ladestationen auf dem Parkplatz der Firma. Auch sind die Baggerarbeiten für eine Erweiterung des Gebäudes bereits geplant und durchgeführt. Das Bürogebäude kann ohne großen Aufwand um eine weitere Etage erweitert werden.

Baufortschritt Auf dem seit 20 Jahren brachliegenden ehemaligen Grundstück der Kipper-Brauerei ist wieder rege Betriebsamkeit eingekehrt. Die Firma Elektro-Technik-Grote baut dort eine neue Lagerhalle und ein Bürogebäude.

Plan Inhaber Stefan Grote hofft, dass der Bau Ende Januar / Anfang Februar 2020 fertiggestellt sein wird. Am Freitag wurde in der Lagerhalle ein zehn Meter langer Kran eingebaut, der von der Firma KULI GmbH gefertigt und geliefert wurde.